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30.01.2004

12:39 Uhr

Erstmals seit über zwei Jahren

Schröder trifft Bush im Weißen Haus

Wegen der strikten deutschen Ablehnung des Irak-Kriegs war Bush längere Zeit über Schröder verstimmt. Doch nun werden Bundeskanzler Gerhard Schröder und US-Präsident George W. Bush nach zwei Jahren Abstinenz wieder im Weißen Haus in Washington zusammenkommen. Wie Regierungssprecher Bela Anda am Freitag in Berlin mitteilte, ist das Treffen am 27. Februar geplant.

HB BERLIN. Der Kanzler und der Präsident wollen bei einem Mittagessen über die Fortsetzung der transatlantischen Beziehungen sprechen. Als weitere Themen wurden die Entwicklung im Irak, im Nahen Osten und Afghanistan genannt.

Schröder und Bush hatten sich erstmals wieder am 24. September vorigen Jahres am Rande der UN- Vollversammlung in New York zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Bush hatte Schröder zuletzt Anfang 2002 im Weißen Haus empfangen.

Die jetzige Einladung nach Washington gilt als deutliches Signal, dass sich auch die persönlichen Beziehungen der beiden wieder normalisiert haben. Zunächst war ein Treffen von Bush und Schröder bei der Eröffnung der Ausstellung „Das Wunder des barocken Dresden“ in Jackson, der Hauptstadt des US-Staats Mississippi, in Planung. Dorthin wird Schröder nach dem Treffen mit Bush nun allein fliegen, um die Hauptrede zu halten. Am 26. Februar wird der Kanzler in Chicago Station machen, um vor dem Rat für Auswärtige Beziehungen zu sprechen und die Zentrale der Firma Motorola zu besuchen.

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