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13.11.2014

14:15 Uhr

„Es ist Diebstahl“

Australien will Schlupflöcher für Steuerflucht schließen

Australien hat als Gastgeber des G-20-Gipfel ein rigoroses Vorgehen gegen Schlupflöcher, die Konzernen die Steuerflucht ermöglichen, gefordert. Entsprechendes Verhalten der Konzerne sei „Diebstahl“.

Australiens Finanzminister Joe Hockey hat die Steuerflucht von Konzernen als „Diebstahl“ bezeichnet. Entsprechende Schlupflöcher müssten weltweit geschlossen werden. AFP

Australiens Finanzminister Joe Hockey hat die Steuerflucht von Konzernen als „Diebstahl“ bezeichnet. Entsprechende Schlupflöcher müssten weltweit geschlossen werden.

Australien hat Konzernen, die ihre Steuern durch die Verschiebung ihrer Gewinne in Steueroasen wie Luxemburg zu reduzieren versuchen, „Diebstahl“ vorgeworfen. „Es ist unglaublich wichtig für die Welt, dass Konzerne dort Steuern zahlen, wo sie Gewinne machen“, sagte der australische Finanzminister Joe Hockey am Donnerstag vor Beginn des Gipfeltreffens der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Brisbane am Wochenende. „Es ist Diebstahl, wenn jemand nicht die Steuern zahlt, die einer Nation zustehen.“

Ein solches Vorgehen vieler Konzerne untergrabe die Fähigkeit der betroffenen Nation, die Dienstleistungen zu erbringen, die notwendig seien, um die Armut zu bekämpfen und die Ungleichheit zu reduzieren, sagte Hockey.

Zu dem Gipfel in Brisbane wird auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet, der kürzlich durch Enthüllungen zu den dubiosen Steuerpraktiken von Luxemburg unter Druck geriet. Juncker war als langjähriger Ministerpräsident und Finanzminister des Großherzogtums unmittelbar verantwortlich für diese Steuerpraktiken.

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Laut den Enthüllungen internationaler Medien genehmigten die luxemburgischen Behörden hunderten multinationalen Konzernen komplizierte Steuerkonstrukte, mit denen sie ihre Steuern auf teils unter ein Prozent drücken konnten. Viele der betroffenen Großunternehmen unterhielten in Luxemburg allem Anschein nach außer einem Briefkasten keine Präsenz. Den europäischen Nachbarländern entgingen durch die Steuernachlässe Einnahmen in Milliardenhöhe.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

13.11.2014, 14:43 Uhr

Populistisches Geschwätz nun auch in Australien.

Helfen wird es nichts, denn man kann niemandem auf der Welt, sei es Private oder Unternehmen, vorschreiben, wie sie mit Geld, Geschäft oder Ideen und Gedanken umzugehen haben.

Zwar ist es angesichts leerer Kassen für Politiker einfach, so daher zu reden, denn sinnloses, dummes und vor allem auch ahnungsloses Gerede ist ihr wohl einziges Geschäft.

Sie werden nie erreichen, daß mehr abgegeben wird, als es der Anstand erlaubt. Denn Politiker sind es, die kriminell mit fremdem, ihnen nur anvertrautem Geld umzugehen pflegen - nicht aber die, welche es hart arbeitend verdienen müssen.

Wenn nichts mehr geht, wird nicht gearbeitet.
Das ist doch in übersteuerten Ländern wie z.B. Deutschland längst der Fall. Alles Können und Wissen sowie die Weiterbildung konzentriert sich sichtlich auf Abgabenvermeidung, nicht aber aufs Geldverdienen.

Herr Manfred Zimmer

13.11.2014, 16:41 Uhr

Verhaften die Australier jetzt Juncker bei seiner Einreise oder erklären sie ihn vorher zur unerwünschten Person.

Juncker scheint aktuell Vertreter dieser Schurkenstaaten zu sein, die andere Volkswirtschaften um deren Steuereinnahmen gebracht haben. Ihn seitens der EU nach Australien zur Konferenz reisen zu lassen, stellt auch schon eine Provokation seitens der EU dar.

Es würde mich nicht verwundern, wenn es dort zum Eklat käme.

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