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15.12.2012

10:17 Uhr

ESM-Chef

Euro-Krise könnte in drei Jahren vorbei sein

Klaus Regling glaubt an ein absehbares Ende der Schuldenkrise. Nach Meinung des EMS-Chefs dauert es nur noch zwei oder drei Jahre, bis alle Euro-Länder ihre Haushaltsdefizite unter drei Prozent des BIP gedrückt haben.

ESM-Chef Klaus Regling sieht das Ende der Schuldenkrise nahen. dpa

ESM-Chef Klaus Regling sieht das Ende der Schuldenkrise nahen.

BerlinDer Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, hält ein Ende der Euro-Krise in zwei bis drei Jahren für möglich. „Gut die Hälfte“ der Arbeit sei getan, sagte Regling der Zeitschrift „Focus“ laut Vorabbericht. „Es sind gute Fortschritte erzielt worden. Es dauert noch zwei oder drei Jahre, dann haben alle Euro-Länder Haushaltsdefizite unter drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts, und sie sind auf gutem Wege zu einem ausgeglichenen Haushalt.

Auch bei der Wettbewerbsfähigkeit holen die Länder, die hier in der Vergangenheit stark zurückgefallen sind, deutlich auf.“ Die ursprünglichen Annahmen zur Entwicklung in Griechenland seien jedoch zu optimistisch gewesen.

Wer das höchste Risiko bei der Euro-Rettung trägt

10. Griechenland

1.826 Euro

9. Italien

2.070 Euro

8. Frankreich

2.179 Euro

7. Belgien

2.182 Euro

6. Finnland

2.315 Euro

5. Deutschland

2.317 Euro

4. Österreich

2.320 Euro

3. Niederlande

2.395 Euro

2. Irland

2.477 Euro

1. Luxemburg

3.506 Euro

Regling mahnte, bisher erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung der Schuldenkrise in Italien nicht wieder infrage zu stellen: „Die Reformpolitik von Ministerpräsident Mario Monti hat die Zinsen sinken lassen. So etwas ist nie für alle Zeit gesichert. Wenn es zu einem Politikwechsel käme, könnten diese Erfolge schnell wieder verspielt sein“, sagte Regling.

Von

rtr

Kommentare (103)

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schmierpeer

15.12.2012, 10:33 Uhr

stimm ich zu.bis dahin hat sich der euro erledigt und eine wirtschaftskrise von unvorstellbarem ausmaß wütet in europa

Mazi

15.12.2012, 10:34 Uhr

Reglung könnte richtig liegen. Ich glaube auch nicht mehr daran, dass es gut gehen kann.

Schauen wir wieder einmal auf die 10 Millionen Griechen, die nach der letzten Rettungsaktion in diesem Jahr schon wieder über 40 Milliarden Euro " fresh money" brauchen.

Wie wir wissen, in Griechenland hat sich nichts verändert und dennoch bestätigt die Troika, dass alle Auflagen der EU-Gremien erfüllt wurden. Jetzt muss doch der letzte Bürger wissen, welches Spiel mit ihm getrieben wird.

merxdunix

15.12.2012, 10:36 Uhr

Jetzt kommt der Schuldenschnitt für alle! Wer hat noch Staatsanleihen?
Oder kommt doch eher die Hyperinflation :( ?

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