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14.05.2014

15:56 Uhr

EU-Außengrenzen

Frontex warnt vor vielen illegalen Flüchtlingen im Sommer

Seit Januar kamen dreimal so viele Flüchtlinge illegal in die EU wie im Vorjahreszeitraum. Im Sommer könnten es noch viel mehr werden – doch mehr Grenzschutz ist für Experten nicht die Lösung. Im Juni berät die EU.

Ein überfülltes Boot mit 200 Flüchtlingen vor der Küste von Lampedusa im Januar: Der Weg ist immer noch die wichtigste Strecke für die illegale Migration. dpa

Ein überfülltes Boot mit 200 Flüchtlingen vor der Küste von Lampedusa im Januar: Der Weg ist immer noch die wichtigste Strecke für die illegale Migration.

BrüsselDie illegale Zuwanderung nach Europa nimmt stark zu. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden an den Außengrenzen der EU rund 42.000 Flüchtlinge aufgegriffen – mehr als dreimal so viele wie im gleichen Zeitraum 2013. Damals waren es lediglich 12.400 Menschen gewesen, teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Mittwoch in Brüssel mit. „Wir gehen davon aus, dass im Sommer sehr hohe Zahlen erreicht werden“, warnte der stellvertretende Direktor von Frontex, Gil Arias-Fernandez, und nannte den Zuwachs „drastisch“.

In Nordafrika, vor allem Libyen, warteten nach Augenzeugenberichten Tausende auf eine Gelegenheit zur Flucht. „Da sich die Sicherheitslage in Libyen verschlechtert, wartet eine wachsende Zahl an Flüchtlingen auf die Gelegenheit, das Land zu verlassen. Das Ziel ihrer Wahl ist die EU“, sagte Arias-Fernandez. Nur im Jahr des Arabischen Frühlings 2011 sei die Flüchtlingszahl bislang höher gewesen.

In den Sommermonaten ist das Wetter besser, so dass sich traditionell in dieser Zeit mehr Flüchtlingsboote über das Mittelmeer nach Europa aufmachen. Sie landen zumeist in Italien oder auch Malta. Dieser Weg ist immer noch die wichtigste Strecke für die illegale Migration. Dort wurden laut Frontex von Januar bis April rund 25.000 illegale Flüchtlinge entdeckt – das ist bereits mehr als Hälfte der 40.000 Aufgegriffenen, die im Gesamtjahr 2013 gezählt wurden. Die meisten stammten aus Syrien und Schwarzafrika.

Grund für den Zuwachs sind nach Angaben der Grenzschutzagentur Konflikte wie in Syrien sowie die schlechten Lebensbedingungen in vielen afrikanischen Ländern. Viele Menschen wollten in den Industrieländern Europas ein besseres Leben beginnen. Arias-Fernandez forderte, Europa müsse mehr für die wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern tun: „Grenzschutz ist nicht die Lösung.“ Die Zahlen stiegen aber auch deswegen, weil Europa die Kontrollen verstärkt habe - wie etwa das im Dezember 2013 gestartete Kommunikationssystem Eurosur. Damit tauschen Polizei und Küstenwache Informationen über die Bewegung von Booten EU-weit aus.

Kommentare (3)

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14.05.2014, 18:12 Uhr

Flüchtlinge sind für mich Personen, die vor dem Krieg ( Staat A gegen Staat B) flüchten. Alle Anderen sind nur faule, kriminelle Sozialschmarotzer, die noch Schleuser bezahlen. Diese wollen nur den "Gaststaat" schädigen.Ziel ist meist Deutschland auf Wunsch der deutschen Politiekr. Wieso dürfen diese Leute uns ungestraft erpressen und genießen noch den Schutz der deutschen Polizei(Hauptperson: der berliner Polizeipräsident. Erhält er Schmiergelder?)??

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14.05.2014, 18:15 Uhr

Wieso werden diese Personen nicht sofort an den Grenzen abgewiesen?? Mir ist zur Zeit kein echter Krieg, was die Grundlage wäre, bekannt.

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15.05.2014, 09:27 Uhr

Ursache der Odyssee v Fluechtlingen nach Europa=zum Teil die verwerfliche NatoPolitik.Es sind nicht nur WirtschaftsFluechtlinge welche nach Europa kommen.Wenn man betrachtet dass Natolaender m ihren Kriegen+schmutzige Politik schon ueber 20 mio Opfer verursacht haben im NahOst an Toten,Verwundeten,Fluechtlingen+viele Laender+Regionen verwuestet haben,dann=es ein Wunder das sowenige Fluechtlinge EUGrenzen stuermen.Auch Hunger=ein wichtiger Grund,BioOel+landwirtschaftliche EUPolitik haben fast eine Milliarde v Menschen inden Hunger getrieben,davon viele unweit v Europa.Das EU sich so abschottet v dem Elend das v ihr verursacht wurde=sehr heuchlerisch+wurde auch v PapstFranziskus als sehr niedriger Moral angemahnt.Fuer diese Politik bekam EU 2012 den NobelFriedensPreis der seit Obama nur noch den Wert eines KarnavalOrdens hat.Hoechste Zeit die Nato in eine EUOrganisation zu aendern um von den,Desaster bringenden, Kriegstreibern wie USA loszukommen+alle EU-NatoMinister zu entlassen die drin zugestimmt haben diese Katastrofen zu verursachen

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