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26.07.2014

15:50 Uhr

EU-Beratungen

Irland möchte zuerst IWF Notkredite zurückzahlen

IWF-Kredite haben Irland zusammen mit Geld aus den Euro-Schutzschirmen vor der Pleite gerettet. Da sie aber teurer sind, möchte Irland an den Währungsfonds schneller zurückzahlen als an die EU. Die muss dafür zustimmen.

Positive Noten: Irland wurde von der Ratingagentur Fitch hochgestuft. dpa

Positive Noten: Irland wurde von der Ratingagentur Fitch hochgestuft.

BrüsselDie Finanzminister der Euro-Zone werden nach Angaben eines Sprechers des Euro-Rettungsfonds ESM wohl im September über den Wunsch Irlands nach einer schnelleren Rückzahlung seiner Notkredite an den IWF beraten. Irland war 2010 als zweiter Euro-Staat nach Griechenland vor der Pleite gerettet worden und erhielt seitdem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und den beiden Euro-Rettungsschirmen EFSF und ESM Hilfsgelder von insgesamt 67,5 Milliarden Euro. Die IWF-Kredite, die ein Drittel der Gesamtsumme betragen, sind teurer als die der Euro-Schutzschirme.

Daher will Irland, das wieder Geld an den Kapitalmärkten aufnehmen kann, diese nun schneller zurückzahlen, um seine Zinslast zu senken. Allerdings sehen die Vereinbarungen mit den Gläubigern vor, dass diese bei vorzeitigen Rückzahlungen gleich bedient werden müssen. Die Euro-Finanzminister könnten allerdings auf die Gleichbehandlung verzichten. Nach Angaben von Diplomaten zeichnet sich die Bereitschaft dazu ab. „Darüber könnten die Finanzminister der Euro-Zone im September beraten“, sagte der ESM-Sprecher am Samstag.

Von

rtr

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