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26.09.2014

13:30 Uhr

EU-Finanzkommissar Jonathan Hill

Brite darf nicht über Banker-Boni wachen

Der neue EU-Finanzkommissar Jonathan Hill soll nicht die Aufsicht über Banker-Boni übernehmen. Der künftige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat den Bereich an das Justizressort übertragen.

Jonathan Hill wird von manchen EU-Abgeordneten vorgeworfen, ein „Bankenlobbyist“ zu sein. dpa

Jonathan Hill wird von manchen EU-Abgeordneten vorgeworfen, ein „Bankenlobbyist“ zu sein.

BrüsselDer Brite Jonathan Hill soll als neuer EU-Finanzkommissar nicht über Banker-Boni wachen dürfen. Die Zuständigkeit für den Bereich werde dem Justizressort übertragen, bestätigte die Sprecherin des künftigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker am Freitag in Brüssel einen Bericht der „Financial Times“.

Hill gilt vor den Anhörungen der designierten EU-Kommissare durch das Europaparlament als umstrittener Kandidat für den Posten, auf dem er sich um den Finanzmarkt und die Bankenunion kümmern soll.

Denn einerseits hat die britische Regierung in den vergangenen Jahren stärkere europäische Regeln aus Angst um den Finanzplatz London verbissen bekämpft. Hill wird von manchen Abgeordneten zudem vorgeworfen, als Mitbegründer einer auch für Finanzunternehmen arbeitenden Beratungsfirma ein „Bankenlobbyist“ zu sein.

„Hill die Aufsicht über die Banker-Gehälter zu nehmen, ist nur konsequent“, sagt der Vorsitzende der SPD-Europaabgeordneten, Udo Bullmann. Die Sprecherin Junckers sagte jedoch, der Zeitungsbericht enthalte keine Neuigkeit. Der Zuschnitt der Zuständigkeiten sei schon bei der Vorstellung der Ressortverteilung am 10. September bekannt gegeben worden.

Von

afp

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