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15.05.2012

14:19 Uhr

EU-Finanzminister

Kapitalanforderungen an Banken werden härter

Im Ringen um einen Kapitalpuffer für Banken haben sich die Finanzminister geeinigt. Über die neuen Anforderungen hinaus sollen auch zusätzliche Absicherungen möglich sein. Die Rede ist von weiteren fünf Prozentpunkten.

Italiens Finanz- und Premierminister Mario Monti (Mitte) mit Polens Finanzminister Jacek Rostowski und dem britischen Schatzkanzler George Osborne. AFP

Italiens Finanz- und Premierminister Mario Monti (Mitte) mit Polens Finanzminister Jacek Rostowski und dem britischen Schatzkanzler George Osborne.

BrüsselDie EU-Staaten wollen die Banken in Krisenzeiten zu einer höheren Absicherung gegen Verluste zwingen können. Die EU-Finanzminister einigten sich am Dienstag in Brüssel auf die Möglichkeit zusätzlicher Kapitalpuffer über die neuen weltweiten Eigenkapitalanforderungen hinaus. Die Minister hätten sich auf einen sehr ausgefeilten Kompromiss geeinigt, erklärte die dänische EU-Ratsvorsitzende, Finanzministerin Margarethe Vestager. Die 27 Mitgliedsstaaten haben damit eine gemeinsame Position für die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament über das Gesetzespaket. Der britische Schatzkanzler George Osborne unterstützte den Kompromiss, nachdem er eine einmütige Haltung der Finanzminister bei der vorangegangenen Sitzung Anfang Mai noch verhindert hatte.

Großbritannien und Schweden hatten die Optionen zu nationalen Aufschlägen auf die globalen Standards durchgesetzt. Sie wollen aufziehende Krisen im Bankensektor damit besser verhindern. Die kurz "Basel III" genannten Regeln verlangen von den Banken, bis 2019 die Quote des harten Kernkapitals zur Deckung möglicher Verluste von derzeit zwei auf sieben Prozent anzuheben. Nach dem Beschluss der Finanzminister wären weitere fünf Prozentpunkte möglich.

Deutschland, Frankreich und viele andere Staaten hatten sich zunächst gegen nationale Abweichungen gewehrt. Grund war die Sorge, dass am stark verflochtenen europäischen Bankenmarkt Alleingänge eines Landes zu Nachteilen für Wirtschaft und Banken in anderen Staaten führen können. Dies soll nun durch Kontrollen der europäischen Ebene verhindert werden.

Das Europäische Parlament hatte sich am Montag auf seine Änderungsanträge geeinigt. Die Abgeordneten fordern unter anderem, in die Gesetzgebung Regeln zu einer stärkeren Begrenzung von Bonuszahlungen aufzunehmen und Erleichterungen bei der Absicherung von Krediten an kleine Unternehmen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.05.2012, 17:41 Uhr

LASST EUCH NICHT VERSCHAUKELN - POLITIK und BANKEN sind EINS!

http://www.youtube.com/watch?v=tThbCdJVCVo

sehr gutes Video!

Zusatzempfehlung: "Ein Engländer kämpft für Deutschland und den Erhalt der Demokratie":

http://www.youtube.com/watch?v=MQdq8lVctJA&feature=related


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