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28.02.2012

13:58 Uhr

EU-Gipfel

Euro-Zone wählt neuen Eurogruppen-Chef

Beim EU-Gipfel am Donnerstag wird der bisherige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy im Amt bestätigt. Zudem soll er zum Eurogruppen-Chef gewählt werden. Die Entscheidung über eine ESM-Aufstockung fällt erst Ende März

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy soll Eurogruppen-Chef werden. AFP

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy soll Eurogruppen-Chef werden.

BrüsselDer bisherige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy soll am Donnerstag in seinem Amt bestätigt und dann auch zum Eurogruppen-Chef gewählt werden. Dies sei beim Abendessen des EU-Gipfels geplant, hieß es in diplomatischen Kreisen in Brüssel und Berlin. Die 27 EU-Regierungen wollen Van Rompuy dabei nach zweieinhalbjähriger Amtszeit bestätigen. Dann werde ein kurzes Treffen der Eurozonen-Länder stattfinden, bei dem die 17 Staats- und Regierungschefs den Belgier auch zum Chef der Eurogruppe bestimmen wollen. Auf diesen neuen Posten hatten sich die 17 Euro-Staaten auf ihrem Treffen im Oktober 2011 geeinigt.

Ein formeller Eurozonen-Gipfel, der zunächst nach Ende des Frühjahresgipfels der EU am Freitag geplant war, sei jetzt nicht mehr vorgesehen, hieß es weiter. Der Grund dafür sei, dass die von den meisten Euro-Staaten geforderte und von Deutschland noch abgelehnte Zusammenlegung der Euro-Rettungsschirme EFSF und ESM und eine mögliche Aufstockung des ESM noch nicht entscheidungsreif sei. So habe sich die Beteiligung privater Gläubiger an dem zweiten Griechenland-Hilfspaket verzögert. Die Auswirkungen dessen müsse man zunächst abwarten. Möglicherweise werde es daher Ende März noch einen weiteren EU-Gipfel geben, auf dem diese Entscheidung fallen könnte.

Die Bundesregierung lehnt bisher eine Aufstockung der ESM-Obergrenze von 500 Milliarden Euro ab und verweist zur Begründung auf eine Entspannung an den Finanzmärkten. Die internationalen G20-Partner drängen Deutschland aber, den Widerstand gegen eine Aufstockung aufzugeben. Vor allem die USA pochen darauf, dass die Europäer mehr tun müssten, wenn der Internationale Währungsfonds (IWF) Hilfen an Euro-Länder leisten soll.

Von

rtr

Kommentare (6)

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MikeM

28.02.2012, 14:13 Uhr

Herman van Who? Na ja, lieber ein unbekannter Langweiler als ein notorischer Lügner!

sterbende_demokratie

28.02.2012, 14:15 Uhr

Na super, in dieser undemokratischen EU herschen wirklich die gleichen Verhältnisse genau wie in Russland!

Man wechselt an der Spitze jetzt einfach abwechselnd hin und her!

witok

28.02.2012, 14:39 Uhr

Sie interessieren sich für das woher und wohin unserer EU ?

Sie werden staunen, garantiert !

http://www.youtube.com/watch?v=lWdwtLJlKoE

Der Titel klingt befremdlich - aber genau dort liegt die jüngste Wurzel.

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