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27.02.2017

08:43 Uhr

EU-Grenzagentur

Frontex kritisiert Rettungseinsätze im Mittelmeer

Durch Rettungseinsätze unmittelbar vor Libyens Küste würden vor allem die Geschäfte von Schleppern unterstützt, sagt Frontex-Direktor Fabrice Leggeri. Er plädiert dafür, solche Aktionen zu überprüfen.

Für dieses Jahr erwartet der Direktor der EU-Grenzagentur einen erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen. AP

Frontex-Direktor Fabrice Leggeri

Für dieses Jahr erwartet der Direktor der EU-Grenzagentur einen erneuten Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen.

BerlinDie EU-Grenzschutzagentur Frontex hat die Rettungsmaßnahmen von Hilfsorganisationen vor Libyen kritisiert. Zwar habe jeder auf See die Pflicht, Menschen in Not zu retten, sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der Zeitung „Welt“ (Montagausgabe) einem Vorabbericht zufolge. Allerdings: „Wir müssen verhindern, dass wir die Geschäfte der kriminellen Netzwerke und Schlepper in Libyen nicht noch dadurch unterstützen, dass die Migranten immer näher an der libyschen Küste von europäischen Schiffen aufgenommen werden.“ Dies führe dazu, dass Schleuser noch mehr Migranten auf seeuntüchtige Boote zwingen. Die Rettungseinsätze vor Libyen sollten daher überprüft werden.

Leggeri sagte der Zeitung, er erwarte für dieses Jahr einen erneuen Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen. Mitte Februar hatte er dagegen erklärt, die Zahl dürfte gleich bleiben.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Herr Heinz Keizer

27.02.2017, 09:19 Uhr

Endlich sagt mal jemand, was Sache ist. Dadurch, dass die Schleuser immer mehr Menschen auf die Reise schicken, kommen auch immer mehr um. Auch europäische Politiker, die gegen eine konsequente Rückführung sind, tragen Schuld daran. Es wäre auch mal an der Zeit, dass unabhängige Medien diese Zusammenhänge, auch im Hinblick auf die Flüchtlingsindustrie in Europa, durchleuchten.

Herr Andreas Kumpfmüller

27.02.2017, 09:44 Uhr

Was der Frontex-Chef hier beklagt, ist nichts anderes als eine Beschwerde wegen der Konkurrenz der Hilfsdienste,die dasselbe machen wie Frontex: illegale Migranten, die ihre "Seenot" mutwillig herbeiführen ( durch ungeeignete Boote, zuwenig Treibstoff und Überladung), retten und ca. 330 km nach Italien schaffen! Das ist mit Steuergeldern finanziertes Schleusertum! Richtig wäre es, die "Schiffbrüchigen" die wenigen Kilometer zurück an die "rettende" lybische Küste zu bringen! Damit wäre den Schleusern ihr Geschäft schlagartig beendet!

Herr Holger Narrog

27.02.2017, 09:57 Uhr

Es ist gut das der Frontex Direktor den Mut aufbringt (Gewissen??) dass grausame Geschäft das er im Auftrag von Fr. M und Genossen betreibt zu kritisieren.

Anstatt das man den gewünschten Einwanderern Visa erteilt mit denen sie für einige 100 € einen Flug in die Sozialhilfe buchen können haben die linken Politiker und Medien ein sehr grausames Einwanderungsverfahren ersonnen. (Ich vermute das Verfahren wurde ersonnen um emotionale Bilder und Geschichten pro Einwanderung zu generieren).

Bei dem Verfahren reisen die Einwanderer an die Küste des Mittelmeeres, begeben sich mit Hilfe von Schlauchbooten aufs Meer. Die Überlebenden werden dann von Frontex in die Sozialhilfesysteme Europas gerettet.

Beenden liesse sich diese Einwanderungsprozedur am einfachsten in dem die Schiffe die Geretteten in den Ausgangshäfen an Land setzen.

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