Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.03.2014

19:34 Uhr

EU-Kommission

Brüssel will schärfere Vorgaben für Bioprodukte

Nach mehreren Skandalen in der Biobranche will die EU-Kommission strengere Vorgaben machen. Wo „Bio“ drauf steht, soll in Europa künftig wieder „Bio“ drin sein. Ziel: das Vertrauen der Verbraucher stärken.

Mehr Kontrollen sollen künftig dafür sorgen, dass in Europa Bioprodukte wirklich biologisch angebaut werden - und Importe wirklich „bio“ sind. dpa

Mehr Kontrollen sollen künftig dafür sorgen, dass in Europa Bioprodukte wirklich biologisch angebaut werden - und Importe wirklich „bio“ sind.

BrüsselEuropas Verbraucher sollen wieder mehr auf Bioprodukte vertrauen können. Nach mehreren Skandalen will die EU die Auflagen verschärfen und Ökoprodukte strenger kontrollieren. In dem boomenden Markt sei „die Versuchung groß, mit Betrug auf die erhöhte Nachfrage zu reagieren“, sagte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am Montag beim Treffen der EU-Landwirtschaftsminister in Brüssel. Damit solle Schluss sein: „Wir müssen das Vertrauen der Verbraucher stärken.“ Die EU-Behörde schlägt eine Reform der EU-Bio-Richtlinie vor und will die Branche zu einer Neuausrichtung zwingen.

Mehr Kontrollen sollen künftig dafür sorgen, dass in Europa Bioprodukte wirklich biologisch angebaut werden - und Importe wirklich „bio“ sind. Auch die Weiterverarbeitung und der Vertrieb sollen einer strengen Aufsicht unterliegen: „Wir brauchen Kontrollen genau dort, wo das größte Risiko besteht“, sagte Ciolos.

Übereinkunft: EU und USA erkennen Bio-Produkte gegenseitig an

Übereinkunft

EU und USA erkennen Bio-Produkte an

Die Übereinkunft soll Bauern entlasten und das Angebot erweitern.

Die Vorgaben sollen strenger werden. So will die EU-Kommission die erlaubten Ausnahmen - etwa den Einsatz von konventionellem Futter oder Saatgut - stark verringern. Auch die Grenzwerte für Verunreinigungen durch Pestizide oder gentechnisch veränderte Produkte sollen strenger werden. Einheitliche Standards sollen Landwirten mehr Klarheit verschaffen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Lebensmittelskandale, bei denen Waren zwar als „Bio“ deklariert waren, aber tatsächlich beispielsweise mit Pestiziden belastet waren oder gar nicht aus Ökoproduktion stammten.

Ciolos informierte die Minister am Montag über die Reform der EU-Bio-Richtlinie, die er erst am Dienstag der Öffentlichkeit vorstellen will. Das Vorhaben benötigt noch die Zustimmung von Europaparlament und EU-Staaten. Die Ökobranche fürchtet, dass zu strenge Auflagen kleinen Biobauern das Leben schwer machen werden.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

25.03.2014, 09:35 Uhr

"Ziel: das Vertrauen der Verbraucher stärken."

Vertrauen ? Chance verpasst, zu viel LOBBYISMUS im Spiel !
Ihr seid Marionetten und Vollstrecker von Lobby-Clans.

Die Berliner - Politik setzte ich mit Brüssel gleich, in der "Qualität" !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×