Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.05.2017

10:52 Uhr

EU-Kommission

Juncker will auf Oettinger als Vize verzichten

Seit dem Wechsel von Kristalina Georgiewa zur Weltbank ist ein Vizepräsidenten-Posten der EU-Kommission unbesetzt. Günther Oettinger sollte den Job übernehmen – doch EU-Kommissionspräsident Juncker hat etwas dagegen.

EU-Kommissar Günther Oettinger galt als Favorit auf den vakanten Posten des Kommissions-Vize – doch offenbar hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (r) andere Pläne. dpa

Günther Oettinger und Jean-Claude Juncker

EU-Kommissar Günther Oettinger galt als Favorit auf den vakanten Posten des Kommissions-Vize – doch offenbar hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (r) andere Pläne.

BrüsselGünther Oettinger wird einem Medienbericht zufolge wohl doch nicht Vizepräsident der Europäischen Kommission. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet vorab, dass dem deutschen EU-Kommissar der Titel verwehrt bleibe. Der Präsident der Brüsseler Behörde, Jean-Claude Juncker, ziehe es offenbar vor, das vakante Amt nicht neu zu besetzen und dadurch etwa 2000 Euro im Monat an Steuergeld einzusparen.

Für Juncker würde ein Vizepräsident Oettinger außerdem politische Probleme mit sich bringen: Es gäbe nur noch eine Frau unter insgesamt sechs Vizepräsidenten. Auf Anfrage des Handelsblatts hält sich Junckers Büro bedeckt: „Eine Entscheidung darüber, ob der vakante Vizepräsidenten-Posten wieder besetzt wird, ist noch nicht gefallen“, sagte eine Sprecherin von Kommissionschef Juncker.

EU-Kommissionspräsident Juncker: „Auch Pragmatiker müssen träumen“

EU-Kommissionspräsident Juncker

Premium „Auch Pragmatiker müssen träumen“

Jean-Claude Juncker hat die Hälfte seiner Amtszeit hinter sich – Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Blick nach vorn. Ein Gespräch über die Zukunft Europas, modernen Patriotismus, Erdogan und die Einsamkeit in Brüssel.

Der Posten ist seit dem Wechsel von Kristalina Georgiewa zur Weltbank unbesetzt. Oettinger galt bislang als Favorit für die Nachfolge, weil er die Ressorts der Bulgarin zum Jahreswechsel übernommen hat: Haushalt und Personal. In Brüssel wurde Oettingers Beförderung zunächst als Formalie betrachtet. Doch mit seinem Auftritt in Hamburg im Oktober, bei dem er Chinesen als „Schlitzaugen“ bezeichnete machte, sorgte er für Empörung.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Marc Hofmann

11.05.2017, 09:26 Uhr

Das findet unsere Grün Sozialistische Merkel Regierung sicher gut.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×