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16.02.2014

15:48 Uhr

EU-Kommissionspräsident

EU-Beitritt Schottlands wäre „extrem schwierig“

Schottland stimmt bald über eine Abspaltung von Großbritannien ab. Ein unabhängiges Schottland hätte aber kaum Chancen auf einen EU-Beitritt. Eine Aufnahme wäre „extrem schwierig“, warnt Kommissionspräsident Barroso.

Souvenir-Shop in Edinburgh: Ein Abschied Schottlands aus dem Vereinigten Königreich hätte weitreichende Folgen. ap

Souvenir-Shop in Edinburgh: Ein Abschied Schottlands aus dem Vereinigten Königreich hätte weitreichende Folgen.

LondonDie EU-Kommission macht den Schotten wenig Hoffnung auf einen Verbleib in der Europäischen Union, wenn sie sich von Großbritannien abspalten sollten. Als unabhängiger Staat in die Union einzutreten „wäre extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich“, sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso dem Rundfunksender BBC am Sonntag. Dem EU-Beitritt eines neuen Landes müssten nämlich alle anderen Mitgliedstaaten zustimmen - also auch Großbritannien, das vehement gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen der Regionalregierung in Edinburgh opponiert.

Die Schotten sollen am 18. September in einem Referendum über die Unabhängigkeit ihres Landesteils entscheiden. In jüngsten Umfragen liegen Befürworter eines Verbleibs im Königreich zwar weiter in Führung, allerdings schwindet ihr Vorsprung. Schottland gehört seit 1707 zur britischen Krone und genießt seit 1997 weitreichende Autonomie.

Bank of England: Unabhängiges Schottland müsste für Pfund Rechte abgeben

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Schottland stimmt im September über seine Unabhängigkeit ab – will aber das Pfund behalten. Der Chef der Bank of England macht klar: Dann müsste Schottland Abstriche bei der nationalen Souveränität machen.

Der britische Finanzminister George Osborne hat den Schotten bereits mit dem Rauswurf aus dem Pfund gedroht, sollten sie sich für die Unabhängigkeit entscheiden. Sein Premierminister David Cameron schlug bislang einen versöhnlicheren Ton an, ließ aber ebenfalls keinen Zweifel daran, dass er auf ein Nein der Schotten setzt. Die Ja-Kampagne wird von der in Schottland regierenden Schottischen Nationalpartei (SNP) angeführt.

Von

afp

Kommentare (1)

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KritischeStimme

17.02.2014, 20:29 Uhr

So demokratisch ist die EU auf Verlangen von England.Was werden die EU-Politiker sich wundern ueber die EropaWahlresultate in diesem Jahr.

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