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28.06.2013

16:37 Uhr

EU-Land in der Krise

Portugals Defizit hat sich vergrößert

Das Loch in der portugiesischen Haushaltskasse wächst trotz Sparmaßnahmen weiter. Doch die Regierung in Lissabon geht trotzdem davon aus, dass sie ihre Haushaltsziele erreichen wird.

Portugiesische Demonstranten bei einem Generalstreik. Das Haushaltsdefizit des Landes hat in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen. ap

Portugiesische Demonstranten bei einem Generalstreik. Das Haushaltsdefizit des Landes hat in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen.

LissabonDas portugiesische Haushaltsdefizit ist zum Jahresanfang gewachsen. Nach Angaben der Statistikbehörde vom Freitag vergrößerte sich das Loch im Staatshaushalt im ersten Quartal auf 10,6 Prozent nach 7,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Über zwölf Monate betrachtet wuchs das Defizit bis Ende März auf 7,1 Prozent nach 6,4 Prozent in den zwölf Monaten bis Ende Dezember 2012. Damit droht die Regierung ihre Haushaltsvorgaben im Zuge des milliardenschweren Euro-Rettungsprogramms zu verfehlen.

Die Regierung in Lissabon hatte erst vor kurzem in einer Mitteilung an die EU-Kommission ihre Defizitziele bekräftigt. Demnach muss das rezessionsgeplagte Euro-Mitgliedsland sein Haushaltsdefizit bis Ende des Jahres auf 5,5 Prozent verringern.

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Nach Veröffentlichung der neuen Statistik teilte Haushaltsminister Luis Morais Sarmento mit, dass die Regierung ihre Haushaltsziele trotzdem erreichen werde. Grund für den größeren Fehlbetrag im Staatshaushalt seien Bankenhilfen im Volumen von 700 Millionen Euro, die aus dem Rettungsprogramm stammten und deshalb nicht den öffentlichen Schuldenberg erhöhten.

Von

rtr

Kommentare (7)

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SUESsauer

28.06.2013, 17:14 Uhr

fiese berichterstattung

die defizite b l ü h e n ist die amtlicheansage unsrer bundesfunzel für derart wachsende wirtschaftsparameter

hier fehlt beim formulieren die bewunderte vielfach intelligenz unsrer kanzlerin

also ich darf doch wohl zukünftig bitten.....

Rechner

28.06.2013, 17:27 Uhr

O-Ton Handelsblatt
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Grund für den größeren Fehlbetrag im Staatshaushalt seien Bankenhilfen im Volumen von 700 Millionen Euro, die aus dem Rettungsprogramm stammten und deshalb nicht den öffentlichen Schuldenberg erhöhten.
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Das hat der Handesblatt-Journalist aber falsch verstanden.

Die "bailout funds" in der Reuters-Meldung sind Rettungsmittel, und nicht "das Rettungsprogramm".

Die haben schon letztes Jahr den Schuldenberg erhöht, als sie aus dem Rettungsprogramm an Portugal ausgezahlt wurden, und tun es deshalb jetzt nicht noch einmal bei ihrer Verausgabung.

Und sie werden nicht dem ordentlichen Haushalt und somit auch nicht dem ordentlichen Haushaltsdefizit hinzugerechnet.

Account gelöscht!

28.06.2013, 17:37 Uhr

Rechner,Sie verschmutzen hier wieder meine Bildschirm.

Natürlich vergrößert sich das Defizit Portugals.Wer sehr wenig exportiert,aber viel importiert,braucht Binnenmarkt.Wird gespart,bricht der zusammen.Hat mit Volkswirtschaftslehre nichts zu tun,ist reine Logik.

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