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06.06.2017

13:15 Uhr

EU-Mercosur-Verhandlungen

Freihandels-Einigung soll noch 2017 erfolgen

Die Bundesregierung will die Verhandlungen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten weiter vorantreiben. Der Beschluss für ein Freihandelsabkommen soll nach dem Willen Berlins noch in diesem Jahr getroffen werden.

Die Bundeskanzlerin steht vor einer Reise nach Argentinien und Mexiko. Beide Staaten sind Mitglieder der lateinamerikanischen Staatengruppe Mercosur. AFP

Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin steht vor einer Reise nach Argentinien und Mexiko. Beide Staaten sind Mitglieder der lateinamerikanischen Staatengruppe Mercosur.

BerlinDie Bundesregierung hofft darauf, dass die EU noch in diesem Jahr mit der lateinamerikanischen Staatengruppe Mercosur ein Freihandelsabkommen abschließen kann. „Das ist ambitioniert“, hieß es in deutschen Regierungskreisen am Dienstag vor einer Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel in die G20-Länder Argentinien und Mexiko. „Aber die EU hat sich vorgenommen, dies in diesem Jahr voranzutreiben.“ Handelsfragen seien ein wichtiges Themen auf beiden Stationen, was auch an den protektionistischen Tönen aus den USA liegt.

Zu der südamerikanischen Mercosur-Gruppe gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Problem sei hier vor alle die von den südamerikanischen Ländern geforderten Öffnung der EU-Agrarmärkte, hieß es in Berliner Regierungskreisen. Als politisch schwierig wird zudem die Lage in Brasilien angesehen, wo die Regierung um ihr Überleben kämpft.

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Brasilien schaut dem protektionistischen Gebaren von US-Präsident Donald Trump nicht lange zu. Zusammen mit anderen Mitgliedern des Wirtschaftsblock Mercosur treibt das Land nun ein Handelsabkommen mit der EU voran.

Auch in Mexiko werde es beim Merkel-Besuch unter anderem um Handelsfragen gehen, schon weil das Land zusammen mit Kanada und den USA eine Nachverhandlung des Nafta-Abkommens für Nordamerika vereinbart habe. „Das ist für Mexiko und auch unsere Unternehmen ein wichtiges Thema“, hieß es aus der Bundesregierung.

Die Bundesregierung bemüht sich vor dem G20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli zudem, Verbündete für ein gemeinsames Bekenntnis der wichtigsten Industriestaaten zu einer liberalen Freihandelspolitik zu gewinnen. Als Haupthindernis wird hier die US-Regierung angesehen.

Von

rtr

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