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11.05.2017

18:43 Uhr

EU-Minister Celik

Türkei ist sicher für „echte“ Journalisten

Laut EU-Minister Celik ist die Türkei ein sicheres Land für Journalisten. Dies gelte allerdings nur für „echte“ Journalisten. Die derzeit inhaftierten Journalisten rückte er in die Nähe von Terroristen.

Der EU-Minister äußerte sich bei einem Treffen in Straßburg. AFP

Ömer Celik

Der EU-Minister äußerte sich bei einem Treffen in Straßburg.

IstanbulTrotz zunehmendem Druck auf Medien in der Türkei können ausländische Journalisten nach Ansicht von EU-Minister Ömer Celik problemlos ihrer Arbeit nachgehen. „Natürlich ist die Türkei ein sicheres Land für ausländische Journalisten“, sagte Celik auf die Frage einer Reporterin nach einem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, am Donnerstag in Straßburg.

Das gelte für „echte Journalisten und jene, die sich für journalistische Aktivitäten in der Türkei aufhalten wollen.“ Nicht aber für solche, die „unter dem Deckmantel des Journalismus kommen und sich in Aktivitäten mit Terrororganisationen mischen“. Gegen diese würden „natürlich die nötigen Maßnahmen ergriffen“, sagte Celik.

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Türkei

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Der in der Türkei inhaftierte Journalist Deniz Yücel verlangt ein rechtsstaatliches Verfahren, das nach seiner Überzeugung nur mit einem Freispruch enden kann. Als Korrespondent will er weiter arbeiten – in der Türkei.

Der Druck auch auf ausländische Journalisten in der Türkei nimmt zu. Seit Anfang der Woche befindet sich etwa der französische Fotojournalist Mathias Depardon in Gaziantep in Polizeigewahrsam. Er wurde nach Angaben von Reporter ohne Grenzen (ROG) in der südosttürkischen Provinz Batman festgenommen.

Depardon arbeitete demnach für die Zeitschrift „National Geographic“ an einer Geschichte über die Flüsse Tigris und Euphrat. Ihm werde Terrorpropaganda vorgeworfen. Ende April wurde ein italienischer Journalist nach zwei Wochen Polizeigewahrsam abgeschoben.

Zahlreiche Journalisten sitzen in der Türkei zudem in Haft, darunter der deutsch-türkische „Welt“ Korrespondent Deniz Yücel. Ihm werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. Auf der ROG-Rangliste der Pressefreiheit belegt die Türkei Platz 155 von 180.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

11.05.2017, 19:16 Uhr

Wenn Erdogan zum G 20 Gipfel nach Hamburg kommt, wäre es ein super Signal , wenn sich alle Medien in Deutschland und Europa abstimmen würden und keinerlei Aufnahmen von Erdogan machen. Als wäre er nie hier gewesen.

Grund wir sind alle Terroristen .

Im übrigen kann ich als Hamburger sagen , diesmal gibt es interessanteres als Erdogan . 158 000 Tausend Türken wohnen in Hamburg , 100 000 tausend Kurden auch,
20 000 Tausend Gewaltbereite Demonstranten aus aller Welt und der schwarze ROT/GRÜNE Block sind da. Dazu Scholz der Hamburg neben Berlin zur Gewalthauptstadt regiert hat.

Herzlich willkommen .


Das gibt diesmal Tote , dass kann man schon stark vermuten.

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