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08.07.2014

12:19 Uhr

EU

Minister diskutieren über Arbeitsprogramm der Italiener

Die EU-Finanzminister diskutieren heute in Brüssel über das Arbeitsprogramm Italiens. Padoan setzt dabei auf einen konkreten Dialog. Dazu steht auch eine flexiblere Handhabung des Euro-Stabilitätspaktes auf dem Programm.

Der italienische Ressortchef Padoan will einen konkrete Diskussion über Wachstum und Beschäftigung. AFP

Der italienische Ressortchef Padoan will einen konkrete Diskussion über Wachstum und Beschäftigung.

BrüsselDie europäischen Finanzminister sind am Dienstag zusammengekommen, um über das Programm der italienischen EU-Ratspräsidentschaft zu sprechen. Rom will Reformen auf den Weg bringen sowie Wachstum und Investitionen ankurbeln. Dazu sollen die Regeln des Euro-Stabilitätspaktes flexibler gehandhabt werden. „Mein Ziel als Ratsvorsitzender ist es, Ländern zu helfen, Anreize für Reformen zu finden“, sagte der italienische Ressortchef Pier Carlo Padoan in Brüssel. Rom führt turnusmäßig bis Ende des Jahres den EU-Ratsvorsitz. „Ich möchte einen sehr konkreten Dialog beginnen über Wachstum und Beschäftigung“, so Padoan.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission


Von

dpa

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