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03.07.2013

16:11 Uhr

EU-Ministertreffen

24 Milliarden Euro gegen Jugendarbeitslosigkeit

5,6 Millionen Jugendliche in der EU sind arbeitslos – vor allem in den Krisenstaaten. Die EU-Arbeits- und Sozialminister wollen das ändern - und Milliarden in den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit stecken.

Jugendliche aus ganz Europa nehmen heute vor dem Bundeskanzleramt in Berlin an einer Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa teil. dpa

Jugendliche aus ganz Europa nehmen heute vor dem Bundeskanzleramt in Berlin an einer Demonstration gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa teil.

BerlinDie EU-Mitgliedstaaten wollen den rund 5,6 Millionen jungen Arbeitslosen in Europa mit entschlossenem Handeln eine Perspektive eröffnen. Das Geld für Förderprogramme sei nicht das Problem, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin bei Beratungen der Staats- und Regierungschefs aus rund 20 EU-Staaten. Nun sei die Stunde der Praktiker gekommen. Die Arbeits- und Sozialminister der EU nannten in einer Berliner Erklärung Beispiele für erfolgreiche Programme wie etwa Lohnkostenzuschüsse und eine bessere Verzahnung von schulischer und betrieblicher Ausbildung. Insgesamt sollen nun 24 Milliarden Euro an EU-Mitteln dafür bereitstehen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sprach von einer Mogelpackung.

In Spanien und Griechenland beträgt die Arbeitslosigkeit bei der Bevölkerung unter 25 Jahren mehr als 50 Prozent. In Italien und Portugal sieht es für junge Menschen mit Erwerbslosenraten von über 30 Prozent kaum besser aus. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück macht dafür auch Merkels Sparkurs in der Euro- und Verschuldungskrise verantwortlich. "Die ökonomischen Schwierigkeiten können sehr leicht überspringen in eine politische und soziale Destabilisierung europäischer befreundeter Länder", warnte er. In Portugal sei dies bereits zu beobachten. Dort war am Montag der Finanzminister wegen des schwindenden Rückhalts in der Bevölkerung für die Sparmaßnahmen der Regierung zurückgetreten und hatte eine Regierungskrise ausgelöst.

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"Es ist so, dass ja sehr viel über die Geldsummen diskutiert wird", sagte Merkel. "Ich glaube, das Geld ist ganz im Augenblick einmal nicht das Problem." Es gehe darum, wie man jungen Menschen eine Chance geben könne. Vor dem Kanzleramt demonstrierten etwa 300 Menschen gegen Merkels Kurs in der Euro-Schuldenkrise, darunter SPD-Chef Sigmar Gabriel und ranghohe Gewerkschafter. DGB-Chef Michael Sommer nannte die hohe Jugendarbeitslosigkeit eine "tickende Zeitbombe". Die sechs Milliarden Euro, die von der EU neu aufgebracht würden zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, seien "zum größten Teil auch nur eine Mogelpackung".

Kommentare (22)

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Euroaus

03.07.2013, 15:49 Uhr

"Deshalb stellen die Arbeits- und Sozialminister der EU 24 Milliarden Euro aus EU-Mitteln bereit"
Und woher kommen die 24 Milliarden?
Wie immer aus Deutschland!
Nur Lug und Betrug in dieser schei??-verreckten EU!!!

Brasil

03.07.2013, 16:07 Uhr

Es gibt absolut nichts mehr, was nicht durch Fiat Money zugedeckt wird! Kann ja nach Belieben auf Knopfdruck produziert werden!
Nein, man will keine Beschaeftigung, man will komplette Abhaengigkeit und die ist bestens erreichbar durch staatliche Almosen, wie Hartz4, et. und nun auch noch eine Stuetze fuer Jugendliche.
Aber ok, diese EUR 4.000 pro arbeitslosen Jugendlichen wird in der Buerokratie versickern, wie alles versickert, was diesen politparasiten in die Finger kommt!
Das wird dafuer sorgen, dass diese Jugendlichen auf die Strasse gehen werden!
Guter Ratschlag: Es nuetzt nicht sehr viel auf oeffentlichen Plaetzen zu demonstrieren, sondern ihr muesst vor die Residencien der Politkraken ziehen und dort handfeste Argumente anbringen, nur das bringt Erfolg!

Account gelöscht!

03.07.2013, 16:19 Uhr

da wären Kosumgutscheine für jeden Europäer sinnvoller, anstatt irgendwelche sinnlosen Maßnahmen bei denen das Geld in der faulen Bildungsindustrie versickert.

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