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13.12.2014

15:35 Uhr

EU-Parlamentspräsident

Schultz erhält Karlspreis

EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD) setzt sich europaweit für Menschenrechte und Demokratie ein. Dafür wird er nun mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Ein besonderes Trostpflaster nach der Niederlage bei der Europawahl.

Wird mit dem Karlspreis 2015 ausgezeichnet: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD). dpa

Wird mit dem Karlspreis 2015 ausgezeichnet: EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD).

AachenEU-Parlamentspräsident Martin Schulz erhält für seine Verdienste um ein demokratisches Europa den Karlspreis 2015. Er sei ein herausragender Repräsentant für die Belebung der europäischen Demokratie, hieß es in der am Samstag bekannt gegebenen Entscheidung zur Begründung. Mit seinem Plädoyer für europaweite Spitzenkandidaten der Parteien bei der Europawahl 2014 habe er einen wichtigen Baustein für den Neustart der europäischen Demokratie beschrieben.

Der SPD-Politiker habe schon vor seiner Nominierung als erster Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten die anderen Parteienfamilien unter Zugzwang gesetzt, sich für die Wahl ebenfalls auf einen Anwärter für das Amt des Kommissionspräsidenten zu verständigen.

Als Vordenker habe sich Schulz um die Stärkung des Parlaments, des Parlamentarismus und der demokratischen Legitimation verdient gemacht, stellte das Karlspreisdirektorium in Aachen fest.

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

In diesem Jahr hatte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy die Auszeichnung erhalten. Der Preis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen in Europa.

Von

dpa

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