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21.10.2016

03:21 Uhr

EU-Ratspräsident

Tusk wäre „überglücklich“ über Brexit-Kehrtwende

Donald Tusk hofft noch: Der EU-Ratspräsident wäre glücklich, wenn der Brexit doch abgewendet wird. Angela Merkel sieht auch trotz der Brexit-Entscheidung eine gute Zusammenarbeit mit Theresa May möglich.

Umkehr des britischen Brexit-Votums? EU-Ratspräsident Donald Tusk hofft darauf. AP

Donald Tusk

Umkehr des britischen Brexit-Votums? EU-Ratspräsident Donald Tusk hofft darauf.

BrüsselEU-Ratspräsident Donald Tusk hofft noch auf eine Umkehr des britischen Brexit-Votums. „Ich wäre überglücklich, wenn es rückgängig zu machen wäre“, sagte Tusk am frühen Freitagmorgen nach dem ersten Tag des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. „Das liegt in den Händen der Briten.“

Nichtsdestotrotz hätten die 27 übrigen EU-Staaten das Recht und die Pflicht, sich ohne Großbritannien zu treffen, um über ihre Strategie für die Austrittsverhandlungen zu beraten, betonte Tusk.

Die britische Regierungschefin Theresa May hatte zuvor die EU-Partner davor gewarnt, ohne ihr Land Entscheidungen für die gesamte Union zu treffen. Zudem bekräftigte sie laut Tusk bei ihrem ersten EU-Gipfel, bis Ende März den offiziellen Austritts-Antrag zu stellen. Im Juni hatten die Briten in einem Referendum dafür gestimmt, der EU den Rücken zu kehren.

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Die britische Premierministerin May plädiert für ein enges Verhältnis mit Brüssel und will ein „starker und verlässlicher Partner“ sein. Mehrere EU-Staaten stellen aber klar: Es wird keine Vorverhandlungen geben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht auch trotz des angekündigten Brexits eine gute Arbeitsgrundlage mit Großbritannien. Theresa May habe versichert, dass Großbritannien bis zu seinem Austritt aus der Europäischen Union ein „volles Mitglied“ bleiben wolle, sagte Merkel in Brüssel. „Das ist für uns eine gute Botschaft gewesen“, betonte Merkel.

May habe zudem angekündigt, dass die Austrittsverhandlungen zwar zum Wohle Großbritanniens, aber nicht zum Schaden der EU geführt werden sollten. „Das wird in der Praxis noch mal ein schwieriger Weg, aber ich finde das, was sie heute zum Einstand hier im Europäischen Rat gesagt hat, das ist okay und das ist eine gute Grundlage, um weiter miteinander zu arbeiten“, sagte Merkel.

Von

dpa

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