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19.06.2014

15:14 Uhr

EU-Ratspräsidentschaft

Merkel will sich zu Personalien nicht äußern

Auf Äußerungen über Favoriten auf die EU-Ratspräsidentschaft wartet man bei Angela Merkel vergeblich. Darüber sei nicht gesprochen worden, erklärte die Bundeskanzlerin in Berlin. Erst gehe es um die EU-Kommission.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (links) und die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Merkel wollte sich in Berlin nicht über eine mögliche Kandidatur Thorning-Schmidts als EU-Ratspräsidentin äußern. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (links) und die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt. Merkel wollte sich in Berlin nicht über eine mögliche Kandidatur Thorning-Schmidts als EU-Ratspräsidentin äußern.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zurückhaltend zu den Chancen der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt geäußert, neue EU-Ratspräsidentin zu werden. „Es ist überhaupt nicht klar, inwieweit ein Personalpaket verabschiedet wird“, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit der dänischen Regierungschefin mit Blick auf den EU-Gipfel kommende Woche. Sie unterstütze die Kandidatur Jean-Claude Junckers als EU-Kommissionspräsident, beteuerte die Kanzlerin. Über andere Positionen, wie die des EU-Ratspräsidenten, sei noch nicht gesprochen worden.

„Ansonsten ist die dänische Ministerpräsidentin eine tolle Ministerpräsidentin und deshalb habe ich auch den Eindruck gewonnen, ihr macht die Arbeit zuhause viel Spaß“, sagte die Kanzlerin. Gleichzeitig betonte Merkel, es sei kein Ausschlussgrund für den Vorsitz des EU-Rates der 28 Staats- und Regierungschefs, nicht aus einem Euro-Land zu kommen. Dänemark gehört zu den Nicht-Euro-Ländern in der EU.

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Die Sozialdemokratin Thorning-Schmidt, die als aussichtsreiche Kandidatin für die Nachfolge von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy gehandelt wird, betonte ihrerseits, in den kommenden Jahren gehe es vor allem darum, die EU der 28 zusammenzuhalten. „Ich verstehe voll und ganz, dass die Eurozone ihre Zusammenarbeit verstärken musste. Aber in nächsten Jahren müssen wir dafür sorgen, dass die EU nicht auseinanderdriftet“, sagte die Regierungschefin.

Von

rtr

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