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22.11.2011

13:21 Uhr

EU-Richtlinie

Deutschland gegen verbindliche Vorgaben zum Energiesparen

Deutschland will die Energiespar-Pläne der EU in Kernpunkten abschwächen. Zwar bekannte sich die Regierung zum Ziel einer Einsparung von 20 Prozent bis 2020, verbindliche Vorgaben zur Umsetzung lehnt sie aber ab..

Bundesumweltminister Norbert Röttgen. dpa

Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

BerlinDie Mitgliedsstaaten müssten in der Wahl der Instrumente weitgehende Freiheit haben, sagte Umweltminister Norbert Röttgen am Dienstag nach dem Treffen mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler, Bauminister Peter Ramsauer sowie Kanzleramtsminister Ronald Pofalla. In Kreisen des Wirtschaftsressorts hieß es, auch das 20-Prozent-Ziel an sich werde nicht absolut gelten, sondern sich am Wirtschaftswachstum anlehnen. Die EU-Richtlinie soll im ersten Halbjahr 2012 verabschiedet werden, die Mitgliedsstaaten müssen zustimmen.

Bereits im Vorfeld hatte Wirtschaftsminister Rösler scharfe Kritik an dem Vorhaben geäußert, das in Richtung Planwirtschaft gehe. So äußerte er sich strikt gegen eine Vorgabe, wonach die Versorger jährlich 1,5 Prozent Einsparungen nachweisen müssen. Diese Bestimmung soll nach dem Willen der Minister fallen und freiwillig bleiben.

Allerdings wird auch das 20-Prozent-Ziel selbst nun anders definiert als von der EU. Die EU hat 2007 Prognosen zum Energieverbrauch 2020, umgerechnet in Öläquivalente, zugrunde gelegt. Diese sollten um 20 Prozent gemindert werden. Die Bundesregierung will aber nun die Einsparung von 20 Prozent an der Energieproduktivität messen, also in Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum. Bei besonders starkem Wachstum darf also mehr Energie verbraucht werden als von der EU geplant gewesen.

Einig waren sich zudem Wirtschafts- und Umweltministerium nach Angaben aus ihren Kreisen bei der Sanierungsquote für öffentliche Gebäude. Die EU sah hier jährlich drei Prozent vor, Deutschland hält nur zwei Prozent für machbar.

 

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.11.2011, 19:15 Uhr

Eon baut ab -Tochter Eon Energie schließt Düsseldorf (dpa) - Die Mitarbeiter des Energieriesens Eon müssen in Deutschland mit dem Abbau von etwa 6500 Arbeitsplätzen rechnen. Diese Zahl für den Stellenabbau im Inland sei plausibel, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag aus Unternehmenskreisen.
http://www.koeln.de/koeln/nachrichten/wirtschaft/eon_baut_ab_tochter_eon_energie_schliesst_539705.html?nbts=69668ec3fa93fca037d7ccdbc62283f8

Areva streicht 1300 Jobs in Deutschland
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/areva-streicht-1300-jobs-in-deutschland/5866750.html


Bayer investiert drei Milliarden Euro in neues Werk in Shanghai
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE7AF00Z20111116

Opel baut in Bochum 1.800 Stellen ab

http://financee.de/opel-baut-in-bochum-1-800-stellen-ab/


Gabriel : Der Atomausstieg wird keine Arbeitsplätze kosten .

Account gelöscht!

22.11.2011, 19:21 Uhr

Energieeinsparungen von 20 % würde die deutschen Industriebetriebe dazu zwingen die Deutschen Produktionsstandorte zu schließen und neue (bereits bestehende ) Standorte im Ausland auszubauen .

AntoniusTheiler

13.12.2011, 10:08 Uhr

EU-Vorgaben zum Energiesparen
Es ist gut, dass jetzt angefangen wird, über Energiesparen nachzudenken, doch dann bitte gleich richtig. Mit Effizienzvorgaben ist Betrug bereits eingeplant. Energiebilanz muss von der Gesellschaft betrieben werden. Das setzt voraus, dass ein allgemein gültiges Naturgesetz, nach dem Energie weder erzeugt, noch vernichtet, sondern nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden kann, bindend von der Gesellschaft angenommen wird.
Beispiel 1: Ein Joghurt enthält eine Ernährungsenergie, doch die Verpackung hat das Zwanzigfache an Energie verbraucht bei ihrer Herstellung.
Beispiel 2: Eine nachhaltige Holzhackschnitzelheizung wird laut Werbung mit staatlichem Zuschuss und 60% feuchten Holzschnitzel betrieben. Würde die Feuchtigkeit der Schnitzel durch Trocknung auf 30% reduziert werden, wäre der Holzverbrauch nur halb so groß, der CO2 Ausstoß somit auch halbiert.
Zurück zum Naturgesetz: „Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden.“ Das bedeutet so wenig wie möglich Energie umsetzen, denn der immer vorhandene Rest richtet sich gegen die menschliche Existenz.
Antonius Theiler geb.1941

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