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27.01.2010

10:59 Uhr

EU

Rumänien erhält bald weitere Hilfszahlung

Rumänien kann mit einer baldigen Auszahlung der zweiten Kredittranche der Europäischen Kommission über eine Milliarde Euro rechnen. Wegen der verzögerten Verabschiedung des rumänischen Haushalts für 2010 war diese verschoben worden.

Währungskommissar Joaquín Almunia: Die Notkredite werden weiter ausbezahlt. dpa

Währungskommissar Joaquín Almunia: Die Notkredite werden weiter ausbezahlt.

HB BRÜSSEL. Währungskommissar Joaquín Almunia sagte nach einwöchigen Konsultationen von Experten der Kommission, der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bukarest, er sei „zuversichtlich“, die Kommission könne „bald“ die Überweisung vornehmen. Gleichzeitig lobte Almunia Rumänien für die Maßnahmen zur Eindämmung des Staatsdefizits.

Das Notkredit-Paket von knapp 20 Milliarden Euro des IWF und der EU habe die wirtschaftliche Lage Rumäniens verbessert. Besonders mit Blick auf das Staatsdefizit seien aber weitere Anstrengungen nötig. Dass Rumänien 2009 das angepeilte Staatsdefizit über 7,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht habe und der Haushalt für 2010 das vereinbarte Defizit von 5,9 Prozent anvisiere, seien „Meilensteine“.

Auch der IWF hatte jüngst angekündigt, die vergangenen Herbst eingefrorenen Kreditzahlungen an Rumänien wieder freizugeben, obwohl das Land 2009 das Ziel zur Senkung der Inflation nicht ganz erreicht hat. Die Inflation lag im vorigen Jahr bei 4,74 Prozent und damit über dem mit dem IWF vereinbarten Ziel von 3,5 Prozent. Es geht um zwei Kreditraten von insgesamt 2,3 Milliarden Euro des IWF.

Der IWF-Anteil am Notkredit-Paket beträgt 12,95 Milliarden Euro. Bekommen hat Rumänien davon bisher 6,6 Milliarden Euro. Die EU hat 5 Milliarden Euro zugesagt, davon sind 1,5 Milliarden Euro bereits geflossen. Die Tranche über 1 Milliarden Euro ist für März terminiert.

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