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19.02.2015

09:16 Uhr

EU-Staaten

Fluggastrechte könnten schrumpfen

Fluggäste in der EU könnten bald auf ein paar Rechte verzichten müssen. Künftig könnten sie nach einem Plan der EU-Staaten erst ab einer Wartezeit von fünf Stunden Anspruch auf Entschädigung haben.

Damit die Neureglung in Kraft treten kann, muss dem Bericht zufolge das Europäische Parlament zustimmen. dpa

Luftverkehr

Damit die Neureglung in Kraft treten kann, muss dem Bericht zufolge das Europäische Parlament zustimmen.

FrankfurtDie Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen einem Zeitungsbericht zufolge die Fluggastrechte in der EU spürbar beschneiden. Laut einem Kompromisspapier der lettischen EU-Ratspräsidentschaft sollen Passagiere bei Flügen innerhalb der EU künftig erst ab einer Wartezeit von mehr als fünf Stunden einen Anspruch auf eine Entschädigung von 250 Euro haben, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf das ihr vorliegende Papier berichtete.

Für alle anderen Flüge sind demnach bei Entfernungen von 1500 bis 3500 Kilometern erst nach neun Stunden eine Entschädigung von 400 Euro und bei Flügen von mehr als 3500 Kilometern erst nach zwölf Stunden eine Entschädigung von 600 Euro vorgesehen. Bisher haben Fluggäste ab einer Wartezeit von drei Stunden je nach Entfernung Anspruch auf eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro.

Die Fluggesellschaften koste das jährlich Milliarden, schrieb die Zeitung weiter. Deshalb strebten sie eine Beschneidung der Fluggastrechte an und seien damit in Brüssel auf offenen Ohren gestoßen. Schon vor zwei Jahren habe die EU-Kommission eine Neufassung der Regeln und längere zumutbare Wartezeiten vorgeschlagen. Nun aber wollten die EU-Mitgliedstaaten darüber noch einmal deutlich hinausgehen: Sie wollten nicht nur bei den zumutbaren Wartezeiten weiter gehen als die Kommission, sondern den Fluggesellschaften auch mehr Ausnahmen zugestehen.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

So sehe das Papier vor, die Fluglinien aus technischen Gründen aus der Haftung zu entlassen, wenn der Schaden erst kurz vor dem Flug oder während des Fluges festgestellt werde. Bisher müssen die Airlines nur dann keine Entschädigung zahlen, wenn sich der Flug aus Gründen höherer Gewalt verspätet.

Damit die Neureglung in Kraft treten kann, muss dem Bericht zufolge das Europäische Parlament zustimmen. Dieses will jedoch laut "FAZ" zumindest für Kurzstreckenflüge die maximal zumutbare Wartezeit weiterhin auf drei Stunden begrenzen.


Von

afp

Kommentare (1)

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Frau Claudia Dorfner

19.02.2015, 12:35 Uhr

die Airlines zahlen sowieso nicht -es kommen nur Schreiben " wegen hohen Bearbeitungsaufkommens wird es dauern"

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