Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.07.2013

07:44 Uhr

EU und Konzerne

Europa steckt Milliarden in Forschungsprojekte

ExklusivGemeinsam mit der Wirtschaft will die EU die Zukunft erobern: Dafür investieren Brüssel und die EU-Staaten gemeinsam mit den Konzernen 22 Milliarden Euro in die Forschung. Auch deutsche Unternehmen beteiligen sich.

Die Initiative fördert Firmen und Forschungseinrichtungen. Reuters

Die Initiative fördert Firmen und Forschungseinrichtungen.

Brüssel/BerlinEuropas Industrie hat der EU-Kommission für die Jahre 2014 bis 2020 zehn Milliarden Euro für Forschungsprojekte zugesichert, die als besonders zukunftsträchtig gelten. Der größte Teil dieser Investitionen, die mit weiteren zwölf Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt und den Etats der Mitgliedsländer aufgestockt werde, geht an fünf öffentlich-private Partnerschaften in den Bereichen innovative Arzneimittel, Luftfahrt, biobasierte Industriezweige, Brennstoffzellen sowie Wasserstoff sowie Elektronik. Das sagte EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn dem Handelsblatt. „Die Kooperation von öffentlicher Hand und Industrie wird uns in die Lage versetzen, Probleme zu lösen, die Unternehmen oder Länder allein nicht lösen können“, erklärte die Forschungskommissarin.

Auf deutscher Seite sind die Konzerne Daimler, Siemens und Infineon an den Public-Private-Partnership-Vorhaben beteiligt. Am Mittwoch wird die Kommission die Projekte in Brüssel vorstellen. Die 22 Milliarden Euro sollen unter anderem in Brennstoffzellen für schadstofffreie Autos investiert werden, in klimafreundlichere Flugzeuge und in eine neue Generation von Antibiotika.

Die ausgewählten Sektoren seien besonders wichtig für Europa, mit Blick auf Arbeitsplätze, aber auch wegen der Vorteile, die sie für die Gesellschaft bringen. „Allerdings erfordern diese Sektoren langfristige, sehr hohe Forschungsinvestitionen. Für einzelne Unternehmen bleibt unklar, welchen Gewinn sie zurückerhalten. Deshalb investieren wir öffentliche Gelder und überzeugen Firmen zu kooperieren“, sagte Geoghegan-Quinn. „Die Industrie weiß, wie wichtig es ist, Innovation nicht zu vernachlässigen. Wir liegen immer noch hinter einigen großen Volkswirtschaften zurück“, betonte die Irin. Deshalb müsse Europa die Effizienz seiner Forschung verbessern.

Kommentare (22)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Wolfsfreund

10.07.2013, 08:05 Uhr

Forschung, Wissenschaft, Technik... Böse, böse und politisch äußerst unkorrekt. Das wird den grünen Welt"verbesserern" aber gar nicht schmecken, wenn es sich nicht um Windmühlchen oder Biomüsliproduktion handelt.
...
Wenn einer dezent angedeuteten Sarkasmus in dem Post findet, das ist Absicht! :-)

Spaß beiseite. Solche Initiativen kann es gar nicht genug geben. High Tech und Innovation ist das, wovon das rohstoffarme Europa lebt und in dem es wieder eine Spitzenposition erreichen muß! Etwas, was die GrünInnen absolut nicht begreifen wollen, wahrscheinlich auch nicht können (mangelnde resp. nutzlose Ausbildung).

Account gelöscht!

10.07.2013, 08:28 Uhr

Das hat nicht unbedingt etwas mit den Grünen zu tun. Wissenschaftsfeinde gibt es in jeder Partei. Darin wird sich eine "AfD" nicht von den Grünen unterscheiden. das beste Beispiel lieferten die Piraten. Ich meine, es war Anfang 2012, da stellte deren Berliner Fraktion eine Dame ein, die AIDS leugnete, Huschi-Fuschi-Coachings für Abiturienten anbietet, etc. In NRW will eine grüne Gesundheitsministerin, daß die Homöopathie - sie wissen, dieses magische Wasserverschütteln - gleichberechtigt neben der Evidenzbasierten Medizin steht. Und in Hamburg will ein SPD-Schulsenator allen ernstes eine staatliche Waldorfschule mit den rassistischen Lehrprinzipien Rudolf Steiners einrichten. Bundesgesundheitsminister Bahr von der FDP äußert Sympathien für die "antroposophische Medizin". Unsinn allerorten. Und solche Initiativen sind ein guter Weg gegen den Blödsinn.

Tabu

10.07.2013, 08:37 Uhr

Mein Lieblingsforschungsprojekt,wäre die
Verhinderung von Feinstaubpartikeln in der Luft.
(siehe grade China)
Mir immer nur wichtig,Flora und Fauna vor unserem
Wachstumswahn zu schützen.
Klingt wohl auch mächtig Grün:-))

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×