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12.07.2013

17:54 Uhr

EU und USA

Freihandelsgespräche starten gut

Der Anfang ist gemacht – und beide Seiten sind zufrieden. Das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU nimmt nun Formen an, die Gespräche laufen weiter. Der Abhörskandal ist aber noch nicht vergessen.

Die beiden Verhandlungsführer: Ignacio Garcia-Bercero (R) für die EU und Dan Mullaney (L) für die USA. Beide Seiten haben nach den ersten Gesprächen ein gutes Gefühl. AFP

Die beiden Verhandlungsführer: Ignacio Garcia-Bercero (R) für die EU und Dan Mullaney (L) für die USA. Beide Seiten haben nach den ersten Gesprächen ein gutes Gefühl.

WashingtonDie Verhandlungen über ein transatlantisches Handelsabkommen zwischen den USA und der EU sind nach übereinstimmender Darstellung beider Seiten gut gestartet. Der US-Chefunterhändler Daniel Mullaney und sein europäischer Kollege Ignacio Garcia-Bercero machten zum Abschluss der ersten Woche am Freitag aber deutlich, dass bis zu einem erfolgreichen Abschluss Ende 2014 noch viel Arbeit zu leisten sei. Die Verstimmungen über die Spionagevorwürfe gegen die USA hätten keine Rolle gespielt, da Innen- und Sicherheitspolitiker sie parallel zu den Handelsgesprächen diskutiert hätten, sagte Mullaney.

Ziel der Verhandlungen ist ein umfassendes Abkommen, um die letzten Zölle auf Waren abzuschaffen und Handelshemmnisse in der Landwirtschaft, der chemischen Industrie oder dem Dienstleistungssektor zu verringern. Eine Einigung könnte die Volkswirtschaften der Partner verändern, weil ihnen der Zugang zu den Märkten erleichtert werde, sagte Garcia-Bercero.

Über die Vorwürfe, die USA spähten auch ihre Verbündeten aus, sprach Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich in Washington mit US-Justizminister Eric Holder.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

12.07.2013, 18:33 Uhr

In Eurasien/Pazifik bildet sich ein neuer Wirtschaftsblock um Rußland und China - die USA wurden bei den entsprechenden Gesprächen trotz großem bekundeten Interesse explizit ausgeladen. Das ist wohl der wesentliche Grund, warum sich die Amerikaner plötzlich wieder für (Kontinental)Europa interessieren und warum es mit diesen "Gesprächen" so eilig ist: die Anglo-Amerikaner sind sonst isoliert und unfähig ihre "Full-spectrum-Dominance-Doktrin" weiterhin umzusetzen. Also muß Europa ins Imperium einverleibt werden - durch eine Transatlantische Union (man sollte sich durch die Benennung "Freischwindelszone" nicht täuschen lassen - das ist ein ähnlicher Etikettenschwindel wie "Flugverbotszone" für die Lizenz zum Bombadieren von Libyen).

Was ist für uns "drittklassigen Freunden" der anglo-amerikanischen Kolonialherren drin in diesem Deal (außer daß keine US-Flugzeugträger am Horizont auftauchen)? Eine Freihandelszone mit Rußland & Co wäre für uns deutlich attraktiver, da sich deren Rohstoffreichtum mit der Industrie Europas optimal ergänzen würde. Handel ist nämlich vor allem dann von vorteil, wenn die Partner sich ergänzen. Zudem könnte der Handel mit der Eurasien-Pazifikgruppe auf Augenhöhe und ohne Einschüchterung und Steuerung durch die bekannten "Finanzinteressen" stattfinden - und auch dort, wo künftig das Wachstum ist.

Warum werden unsere Polit-Marionetten trotzdem mit den Amerikaner den "Deal" machen? Angesichts von NSA- und Stasi-Dossiers dürfte die Antwort nicht schwer fallen, ein Teil mag auch korrumpiert sein, im Glauben mittels Mitgliedschaft in der Transatlantik-Brücke etc ein besonders wichtige Person zu sein - unter den drittklassigen Freunden der Amerikaner (insbesonder große Teil der Grünen und der Union sind "gekauft" - in anderen EU-Ländern wird es ähnlich sein). Da können die Gespräche ja nur "produktiv" verlaufen.

WIR sind das VOLK. Im September haben wir Gelegenheit durch Wahl von Alternativen den Blockparteien die rote Karte zu zeigen. Wählt!

Tom

12.07.2013, 20:22 Uhr

Amerika tut Europa nicht gut. Amerika tut schon gar nicht Deutschland gut. Und Merkel schadet Deutschland. Klares NEIN zur Freihandelszone!

RoadRunner

12.07.2013, 20:32 Uhr

frage mal die Kanadier was sie von dem 1994 unterzeichneten North American Free Trade Agreement (NAFTA) halten.
Die Amerikaner sind staendig dabei, neue und bessere Konditionen fuer sich herauszuhandeln.
Staendig werden Daumenschrauben angesetzt und gedroht.

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