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16.01.2014

19:19 Uhr

EU-Veteran

Juncker zuversichtlich für Spitzenkandidatur

Nach Jahren der Krisenbekämpfung will Ex-Premier Juncker die soziale Dimension Europas stärken. Er will Spitzenkandidat für die Europawahl werden –die europäischen Konservativen entscheiden bald über die Kandidatur.

Jean-Claude Juncker: 30 Jahre lang war er auf der Brüsseler Bühne tätig gewesen. AFP

Jean-Claude Juncker: 30 Jahre lang war er auf der Brüsseler Bühne tätig gewesen.

Paris/ BrüsselDer frühere luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker ist zuversichtlich, gemeinsamer Spitzenkandidat der europäischen Konservativen für die Europawahl im Mai zu werden. „Ich bin guter Hoffnung, dass meine politische Partei meine Kandidatur annehmen wird“, sagte der Christsoziale am Donnerstag dem französischen Sender „France Info“.

Er sprach sich dafür aus, nach Jahren der Krisenbekämpfung die soziale Dimension Europas zu stärken. „Europa braucht eine soziale Botschaft, sonst verlieren wir die Anhängerschaft von denen, die arbeiten.“

Mit Blick auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Juncker: „Ich glaube nicht, dass Frau Merkel mit allen Einzelheiten (und) Ideen einverstanden sein wird, die ich imstande bin vorzubringen.“ Juncker hatte sich am Mittwoch mit dem französischen Staatspräsidenten François Hollande in Paris getroffen. Juncker war 30 Jahre lang auf der Brüsseler Bühne tätig gewesen, von 2005 bis 2013 amtierte er als Eurogruppenchef.

Die Europäische Volkspartei (EVP) hatte im Dezember beschlossen, einen gemeinsamen Spitzenkandidaten aufzustellen. Am 6. und 7. März soll in Dublin die Entscheidung fallen. Auch der konservative EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier aus Frankreich will laut Medienberichten kandidieren.

Die EVP hatte gezögert, sich auf dieses Verfahren einzulassen. Kanzlerin Merkel betonte öfters, es gebe „keinen Automatismus“ zwischen dem Ergebnis der Europawahl und der Besetzung des Chefsessels in der EU-Kommission. „Ich habe meine Bereitschaft (....) erklärt, Spitzenkandidat der EVP zu sein für das Amt des Kommissionspräsidenten“, sagte Juncker. Die Sozialdemokraten nominierten schon vor einiger Zeit den Parlamentspräsidenten Martin Schulz.

Von

dpa

Kommentare (6)

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LIGA3

16.01.2014, 19:36 Uhr

In der Bundesliga hätte man solche Looser-Trainer längst entlassen und ausgetauscht.

Aber die EUdSSR stellt immer die gleichen Versager auf, die für die Fehlkonstruktion "Eurozone" und für die hohe Verschuldung von Südeuropa verantwortlich sind.

EUxitus

16.01.2014, 19:47 Uhr

Junker soll starker Raucher und Trinker sein, Schulz ist glaube ich, immerhin Nichtraucher. Junker ist auf jeden Fall der routiniertere Lügner, das spricht doch für ihn, oder?

katharinaS

16.01.2014, 19:55 Uhr

Mit seiner Einstellung zur Lüge darf Juncker niemals in die Position gewählt werden! Die EU würde noch unglaubwürdiger als sie schon ist.

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