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30.05.2011

03:50 Uhr

EU-Währungskommissar

Griechenland soll sich mit Sparplan sputen

Nach Ansicht des EU-Währungskommissars Olli Rehn haben die Regierung und die Opposition in Griechenland nicht mehr viel Zeit, um über Sparmaßnahmen zu streiten. Auch für die EU hat er Entscheidungsaufgaben.

EU-Währungskommissar Olli Rehn. Quelle: dapd

EU-Währungskommissar Olli Rehn.

BerlinWenige Tage vor der Entscheidung über die Auszahlung weiterer Milliarden-Hilfen an das hoch verschuldete Griechenland fordert EU-Währungskommissar Olli Rehn eine schnelle Einigung über die erforderlichen Sparmaßnahmen.

„Es ist keine Zeit mehr für langatmige Verhandlungen“, sagte Rehn der Zeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Alle politischen Parteien Griechenlands, auch die der Opposition, müssten sich konstruktiv verhalten und das von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) geforderte Reformprogramm und seine Umsetzung unterstützen.

„Der Juni ist der kritische Monat für die Bewältigung der Schuldenkrise“, sagte Rehn. Der kommende Monat könne der Anfang vom Ende der Krise werden oder eine verpasste Gelegenheit. „In den kommenden Wochen liegen wegweisende Entscheidungen vor uns“, sagte Rehn.

Als Beispiele für wichtige Entscheidungen, die im Juni getroffen werden müssten, nannte Rehn eine verbesserte wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der EU, die Einrichtung eines dauerhaften Rettungsmechanismus für Krisenstaaten ab 2013 und die Aufstockung des bisherigen Krisenfonds.

„Vor allem aber muss Griechenland seine Haushaltsziele für 2011 erreichen, ein Privatisierungsprogramm auf den Weg bringen und eine parteiübergreifende Einigung zur Unterstützung des Hilfsprogramms von EU und IWF erzielen“, sagte Rehn.

Von

dapd

Kommentare (5)

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Ponzi-System

30.05.2011, 05:21 Uhr

"Der kommende Monat könne der Anfang vom Ende der Krise werden oder eine verpasste Gelegenheit".

Ach ja, schon wieder ein Anfang vom Ende. Wie oft haben wir dieses Lied schon gehört. Olli Rehn von Gnaden Angela Merkels.

Man bläst den Ballon ein Stück weiter auf und die Euro-Protagonisten, meist identisch mit der kleine Kaste der Profiteure aus Export-Industriellen, Aktionären sowie Hausbanken, können ihren Reibach fortstetzen - stets in der Hoffnung, das "Too big to fail-Prinzip" dieses gigantischen Ponzi-System werde am Ende "alternativlos" bei den Verlieren, den lohn,- sozial- und rentengedumpten Arbeitnehmern, übertragen.

Einfach ekelhaft, diese "Politik" - andere nennen es Betrug.

Ponzi-System

30.05.2011, 06:03 Uhr

Euro: Irland braucht neues Rettungspaket – Geld reicht nicht

Es gibt viel zu tun in der Schulden geplagten Eurozone: Gerade erst hat Irland 85 Mrd. Euro an Rettungsgeldern erhalten, doch schon deutet Irlands Verkehrsminister Leo Varadkar gegenüber der "Sunday Times" an: Es bestehe kaum eine Möglichkeit, das Dublin 2012 an die Kapitalmärkte zurückkehren könne.

Varadkar deutete bei der Gelegenheit gleich mit an, wie er und weite Teile der Regierung sich die Lösung des Problems vorstellen: "Entweder eine Erweiterung des existierenden Programms oder ein zweites Programm". Somit ist in der Eurozone offenbar an gleich zwei Großbaustellen gleichzeitig das Feuer erneut entfacht.

Koboldo

30.05.2011, 06:07 Uhr

Von was träumt Rehn in der Nacht? Es findet tatsächlich ein Betrug ungeahnten Ausmaßes am dt. Steuerzahler statt! Es darf kein einziger Euro an Griechenland oder irgendwelche Banken fließen, nur dann wird sich in Griechenland was bewegen!

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