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12.07.2011

07:42 Uhr

Euro-Finanzministertreffen

Rettungsfonds soll griechische Altschulden kaufen

Die Finanzminister wollen die Aufgaben des Rettungsfonds ausweiten. Auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland konnten sie sich nicht einigen. Deutschland und die EZB streiten um die Beteiligung privater Gläubiger.

Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Quelle: Reuters

Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

BrüsselDie Euro-Staaten wollen im Kampf gegen die Ausbreitung der Schuldenkrise dem Rettungsfonds neue Aufgaben übertragen. Künftig könnte der Euro-Rettungsfonds EFSF Staatsanleihen von Privatgläubigern kaufen oder Schuldenländern den Rückkauf eigener Anleihen ermöglichen. Bisher ist das nicht möglich.

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker sprach sich dafür aus. „Das ist ein Anti-Ansteckungsprogramm“, sagte Juncker. „Wir gedenken alles zu tun, um die Finanzstabilität in der Euro-Zone zu bewahren.“ Mit den Banken und anderen privaten Gläubigern Griechenlands werde weiter über einen Beitrag zur Unterstützung des Landes gesprochen.

Ähnlich äußerte sich EU-Währungskommissar Olli Rehn. „Wir schließen keine Option aus“, sagte der Finne. Die Europäer hatten erst vor einigen Wochen beschlossen, die Garantien für diesen Fonds auf 780 Milliarden Euro auszuweiten. Offen blieb in der Erklärung, ob dieser Betrag weiter steigen könnte.

Der Rettungsfonds soll Griechenland außerdem bei den Konditionen der Hilfskredite entgegenkommen. Dazu sollen Finanzhilfen länger und zu niedrigeren Zinsen gewährt werden als bisher, erklärte die Eurogruppe nach ihrer fast neunstündigen Sitzung in Brüssel. Das zweite Rettungspaket für das unter enormer Schuldenlast ächzende Land wurde immer noch nicht beschlossen, soll aber bald stehen.

Die Eurogruppe ringt schon seit fast zwei Monaten um eine neue Strategie zur Rettung Griechenlands. Das erste, 110 Milliarden Euro schwere Kreditpaket war weder groß noch überzeugend genug, um das Land wieder auf die Beine zu bringen.

Nun gestand die Eurogruppe ein, dass sie die Hilfsaktion ganz neu aufziehen muss. Griechenland sei zwar weiterhin in erster Linie dafür verantwortlich, die Krise zu lösen. „Doch die Minister erkennen den Bedarf einer breiteren und weiter vorausschauenden politischen Antwort an, um der Regierung im Bemühen um eine stärkere Schuldentragfähigkeit zu helfen und damit die Finanzstabilität in der Euro-Zone zu bewahren“, ergänzten sie.

Die ständige Arbeitsgruppe der Euro-Länder soll dazu in den kommenden Wochen konkrete Schritte erarbeiten. Das neue Programm soll neben der Haushaltssanierung auch „ehrgeizige Reformen“ für mehr Wachstum vorsehen.

Kommentare (35)

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Account gelöscht!

12.07.2011, 07:35 Uhr

Der Schaeuble ist die Pest fuer Deutschland.

Der ruiniert uns Alle !

Account gelöscht!

12.07.2011, 07:36 Uhr

Die Verträge sind gemacht
Und es wurde viel gelacht
Und was Süsses zum Dessert

Freiheit, Freiheit

Die Kapelle rum ta ta
Und der Papst war auch schon da
Und mein Nachbar vorneweg

Freiheit, Freiheit
Ist die einzige, die fehlt

Der Mensch ist leider nicht naiv
Der Mensch ist leider primitiv

Freiheit, Freiheit
Wurde wieder abgestellt

Alle, die von Freiheit träumen
Sollten's Feiern nicht versäumen
Sollten tanzen auch auf Gräbern

Freiheit, Freiheit
Ist das einzige, was zählt

watsolles

12.07.2011, 07:41 Uhr

Ja das stimmt! Aber das ganze andere Polit-Pack auch! Die EUCCR läßt grüßen. Der Erich aus dem Saarland lacht sich im Grab noch kaputt.

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