Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.03.2012

08:03 Uhr

Euro-Gruppen-Chef

Wird Schäuble der neue Juncker?

Wird Wolfgang Schäuble neuer Vorsitzender der Euro-Finanzminister? Laut Insidern sieht es ganz danach aus. Schäuble soll beste Karten für eine Nachfolge von Jean-Claude Juncker haben.

Nachfolger trifft Amtsinhaber: Wolfgang Schäuble (li.) könnte Euro-Gruppen-Chef werden. Reuters

Nachfolger trifft Amtsinhaber: Wolfgang Schäuble (li.) könnte Euro-Gruppen-Chef werden.

HamburgBundeskanzlerin Angela Merkel hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) einem Pressebericht zufolge als Chef der Euro-Gruppe vorgeschlagen. Die Kanzlerin habe bei anderen Regierungschefs dafür geworben, dass Schäuble Nachfolger des luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker als Vorsitzender der Euro-Finanzminister werde, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Kreise in Brüssel und mehreren EU-Hauptstädten.

Der Euro-Gruppen-Vorsitz ist Teil eines Pakets aus vier Spitzenposten, um das es hinter den Kulissen ein heftiges Tauziehen gibt. Die Entscheidung könnte sich bis nach den französischen Präsidentschaftswahlen im Mai verzögern. „Noch geht das Spiel nicht auf“, sagte ein hochrangiger EU-Finanzpolitiker der Zeitung und beschrieb Schäuble als erste Wahl für den Posten Junckers, wenn dieser nicht erneut von einem Regierungschef besetzt werden sollte.

Schließlich, so der Insider weiter, habe der CDU-Mann „im Moment die besten Karten.“ Der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen und dessen italienischer Kollege Mario Monti hätten bereits abgelehnt. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy habe aber noch keine Zusage für den CDU-Politiker abgegeben. Sollte Schäuble sich durchsetzen, könnte er sein bisheriges Amt weiter ausüben.

Die Bundesregierung wollte sich nicht dazu äußern. In Brüssel wird zudem spekuliert, dass der 57-jährige Juncker doch bis 2014 weitermachen könnte. Derzeit sind mehrere europäische Spitzenposten unter den Euro-Staaten zu vergeben. Die anstehenden Personalien sind zwar offiziell nicht miteinander verknüpft, es gilt aber als ungeschriebenes Gesetz in der EU, die Ämter gleichmäßig auf die verschiedenen Staaten zu verteilen. Eigentlich will der 57-jährige Luxemburger sich aber wegen Arbeitsüberlastung zurückziehen.

Kommentare (26)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

svebes

16.03.2012, 08:22 Uhr

Klar, so bleiben die ganzen illegalen Zusagen und Machenschaften unter dem Deckmantel dieses Klüngels und sie können nicht vor nationale Gerichte gezerrt werden ob ihres Tuns.

Account gelöscht!

16.03.2012, 08:27 Uhr

Das wird wieder jemand aus Luxemburg/Liechtenstein, ein neuer Rothschild Mann.
Schäuble hat schon bald seine Schuldigkeit getan und die Rücklagen der Deutschen komplett verpfändet. Das war seine Aufgabe, und die hat er hervorragend erfüllt.

Pluto

16.03.2012, 08:27 Uhr

Sudoku Schäuble ist eine Gefahr für die Demokratie, mit diesem lupenreinen Antidemokraten wird es noch viel schlimmer in dem Moloch Brüssel. Gott, mir wird schon wieder schlecht... dieses Pack.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×