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03.05.2012

11:27 Uhr

Euro-Krise

Bill Clinton fordert Ende der Sparsamkeit

Der ehemalige US-Präsident kritisiert die Sparpolitik der deutschen Regierung und fordert einen Wachstumskurs als Weg aus der Krise. Als Vorbild nennt er ein Beispiel aus den ebenfalls hochverschuldeten USA.

Bill Clinton fordert Wachstums- statt Sparprogramme für europäische Krisenstaaten. AFP

Bill Clinton fordert Wachstums- statt Sparprogramme für europäische Krisenstaaten.

Los AngelesMit heiserer Stimme sprach Bill Clinton. Aber auch wenn der erkältete Ex-Präsident manchmal schwer zu verstehen war, seine Botschaft war klar: Europa muss runter vom Sparkurs. Kostenkürzungen und Steueranhebungen würden kurzfristig die Finanzmärkte beruhigen, wären aber auf lange Sicht unhaltbar. Die Sparmaßnahmen lähmen die Wirtschaft , womit letztlich die Verschuldung relativ gemessen an der Wirtschaftskraft steigen würde. „Sparsamkeit wird weiterhin verschrieben, trotz zahlreicher Belege, dass sie nicht weiter hilft“, sagte Clinton, der die deutsche Regierung nicht beim Namen nannte, aber sie damit meint. „Die Menschen brauchen Arbeit, etwas, das sie morgens aus dem Bett treibt“, mahnte Clinton.

Von Anfang an sei er vom Euro fasziniert gewesen, sagte der ehemalige US-Präsident auf der kürzlichen Milken Institute Global Conference in Los Angeles. Er habe in den Neunziger Jahren eines der ersten Euro-Stücke in der Hand gehalten, aber schon damals habe er der politischen Führung in Deutschland und Frankreich gesagt: „Der Euro wird ein guter Klub sein, so lange das Wachstum da ist – aber man braucht einen Ausweg, wenn die Dinge nicht mehr so gut laufen“.

Mit der Eurokrise sind seine Befürchtungen eingetreten. Jetzt könne Griechenland sich nicht vom Euro lösen, sagte Clinton, wie es Argentinien oder Ekuador vor zehn Jahren taten. Beide Länder hatten ihre Währung an den Dollar gekoppelt, doch als die USA mit dem Platzen der Internetblase 2001 in eine Rezession stürzte, lösten sie sich beide vom Greenback. „Den Leuten gefiel das nicht, aber es war möglich“, sagte Clinton.

Jetzt gibt es laut dem 65-Jährigen für Griechenland oder Portugal nur noch die „Alabama-Lösung“. Der US-Bundesstaat wurde besonders heftig von der Finanzkrise und der folgenden Rezession in den USA 2008 getroffen. Nach amerikanischem Recht kann sich ein Bundessstaat wie Alabama nicht verschulden. Aber laut Clinton half die Bundesregierung durch „externe Infusionen“ wie Arbeitslosehilfe oder Krankengeld, die in den USA aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden. Solche „Gegengewichte“ brauche auch Europa. Im Klartext fordert Clinton eine Transferunion: Wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland sollen schwache Mitgliedsstaaten durch die Krise bringen.

 

Von

tja

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

03.05.2012, 11:39 Uhr

Also ehrlich gestanden, im ersten Moment dachte ich es ist ein "Druckfehler" bzw. würde mich seine "Berufung" Interessieren.

Account gelöscht!

03.05.2012, 11:47 Uhr

„Wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland sollen schwache Mitgliedsstaaten durch die Krise bringen“
Diese Argumentation ist nur verständlich, wenn man die Hintergründe kennt.
Deutschland ist kein souveräner Staat. In DE herrscht immer noch das Kriegsrecht der Alliierten. Kein Deutscher hat das Recht, Grundeigentum zu erwerben. Auch unsere Goldvorräte, schön auf dem Papier anzusehen, aber schon seit 1945 an die Amis verpfändet.

„Letztendlich wurden zwei Weltkriege geführt, um eine dominante Rolle Deutschlands zu verhindern.“ Der ehem. US-Außenminister Kissinger am 23.10.1994 in der „Welt am Sonntag"

„Die Amerikaner gehen davon aus, daß der III. Weltkrieg ebenso wie der I. und II. in Europa ausgefochten wird.“ US-Admiral Roque zur „Frankfurter Rundschau" am 29. April 1981

„Die für die Außen- und Deutschlandpolitik zuständigen Staatsorgane der Bundesrepublik Deutschland haben von Beginn an am Fortbestand des deutschen Staates auch nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg an der Subjektsidentität der Bundesrepublik Deutschland mit dem deutschen Staat
und an der einen deutschen Staatsangehörigkeit festgehalten, sowie vom Fortbestand des Viermächte-Status über Deutschland als Ganzes aus.“ Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2 BVR 373/83 von 1987

„Wir werden zu einer Weltregierung kommen, ob Sie dies wollen oder nicht. Mit Ihrer Zustimmung oder nicht. Die Frage ist nur, ob diese Regierungsform freiwillig, oder durch Gewalt erreicht werden muß.“ James Warburg, Senatsausschuß des Amts für Auswärtige Angelegenheiten CFR, am 17. Februar 1950

„Allein seit der Wiedervereinigung hat Deutschland im Zeitraum von 1990 bis 2002 an die Europäische Union Nettobeiträge in einem Gesamtwert von 278,9 Milliarden DM, umgerechnet 142,6 Milliarden Euro entrichtet, wie sich aus einer Auswertung der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank ergibt.

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03.05.2012, 11:51 Uhr

Teil II
Die BRD ist eine private Finanz-GmbH, die beim Amtsgericht Frankfurt/Main, im Landelsregisterblatt 51411 eingetragen ist, und mit unserem Geld mißwirtschaftet. Sitz dieses Privatunternehmens: Lurgiallee 5, D-60295 Frankfurt/Main, Telefonnr.: 0049-69-95114-113.
Dank der damaligen Treuhand ist das möglich. Mehr darüber unter www.brd-matrix.de

„Über die Rechtsstaatlichkeit mordet man die Justitia - man mordet die Demokratie und man mordet den Rechtsstaat, Lug und Trug zuliebe. Denn mit Wahrheit macht man in der Bundesrepublik keine Karriere.“ Der jüdische Publizist J. G. Burg 1992. Aus: „Jüdisch-deutscher Dialog"

Bill soll doch nicht um den heißen Brei rumreden. Die Alliierten steuern das Schicksal Deutschlands und Europas, sie können nach Gutdünken über das Vermögen der Deutschen entscheiden, es ihnen auch gewaltsam wegnehmen und an die PIIG(F)S verschenken. Unsere Politiker machen dies doch schon lange freiwillig - zum Schaden des Volkes!!

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