Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.06.2012

11:22 Uhr

Euro-Krise

Die Gipfelergebnisse im Überblick

Anders als erwartet haben die Regierungschefs beim Euro-Gipfel in Brüssel nicht nur kosmetische Ergebnisse erreicht. Sie einigten sich über Anleihekäufe der Rettungsfonds und direkte Hilfen für angeschlagene Banken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während des EU-Gipfels in Brüssel. dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während des EU-Gipfels in Brüssel.

DüsseldorfDie Reaktionen nach dem nächtlichen Gipfelmarathon in Brüssel glichen denen nach einer Landtagswahl. Wer auch immer am Morgen vor die Mikrofone trat, sah sich als Sieger. Italiens Ministerpräsident jubilierte, in den nächtlichen Verhandlungen der Euro-Gruppe sei endlich der Einstieg in die von Deutschland abgelehnten Eurobonds gelungen.
Frankreichs Präsident François Hollande zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Ich finde, dass wir in der vergangenen Nacht in den drei Bereichen, die mir wichtig waren - Wachstum, kurzfristige Maßnahmen und eine Vision für das Gesamte - einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht haben“, sagte er unmittelbar vor der Fortsetzung des Gipfels.

Auch Angela Merkel sah in den Brüsseler Beschlüssen keine Abweichung von ihrem bisherigen Kurs. Sie entsprächen "vollkommen unserem bisherigen Schema", sagte Merkel. "Insofern, glaube ich, haben wir etwas Wichtiges getan, aber sind unserer Philosophie - keine Leistung ohne Gegenleistung - treu geblieben".

Die Beschlüsse des Gipfels reichen von Anleihekäufen der Rettungsfonds bis hin zu einem Wachstumspakt. Ein Überblick:

EU-Gipfel

Merkel: Wir sind uns treu geblieben

EU-Gipfel: Merkel: Wir sind uns treu geblieben

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

solange_ich_lebe

29.06.2012, 11:41 Uhr

Bei der "Standhaftigkeit" unserer Kanzlerin kann man nur noch auswandern oder bei der nächsten Wahl extrem wählen. Und natürlich wird alles als "Erfolg" verkauft. Was für eine Marionette der Süd-Länder. Schätze mal dass ESP und IT mit dem Euroaustritt gedroht haben. Die 2 haben wenigstens "Balls" und das Wohl ihrer eigenen Bürger im Sinn. Danke Frau "Umfaller" Merkel.

Skyjumper

29.06.2012, 11:58 Uhr

Die mussten nicht einmal mit dem Euroaustritt drohen. Es reichte schon, dass IT und ESP damit gedroht haben den Wachstumspakt nict zu unterschreiben.

Sie wissen schon, wenn die kleinen Kinder im Supermarkt anfangen das Spielzeug wegzuwerfen und kreischend auf dem Boden rumrutschen kauft Mutti genervt auch och ein paar Süssigkeiten an der Kasse. Kost ja nix.

http://dasneueeuropa.wordpress.com/

HG Skyjumper

gerhard

29.06.2012, 14:12 Uhr

Auch Angela Merkel sah in den Brüsseler Beschlüssen keine Abweichung von ihrem bisherigen Kurs. Sie entsprächen "vollkommen unserem bisherigen Schema", sagte Merkel.(Zitat)
Wirklich keine Abweichungen?
Voraussetzung dafür ist die Schaffung einer gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht. Sie soll bis Ende 2012 unter Beteiligung der Europäischen Zentralbank entstehen(Zitat)
Heißt nun hier Beteiligung der EZB schon die Leitung oder nur unter ferner liefen?
Laut ESM-Vertrag darf der Rettungsfonds Anleihen von Krisenländern am Sekundärmarkt aufkaufen.(Zitat)
Die ESM-„Direktion“ darf also lustig Anleihen von Schuldnernationen aufkaufen, d.h. nichts anderes Kredite zu vergeben- ohne je ein Parlament eines Geberstaates erst fragen zu müssen.
Wenn man alles analysieren würde , muß man sicher einen ganzen Tag dran sitzen . Die wenigen Beispiele zeigen es aber auch so schon: Die „No-Lady“ hat sich in eine „Umfall-Lady geoutet“ – kann ja vorkommen, aber ob das der Wähler honorieren oder einfach vergessen wird - ist eine andere Frage.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×