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19.10.2012

19:27 Uhr

Euro-Krise

Griechenland benötigt Milliarden bis Mitte November

Griechenland braucht bis Mitte November die nächste Rate an Hilfsgeldern. Einigt sich das Krisenland mit seinen Geldgebern bis dahin nicht auf eine weitere Sparrunde, droht die Pleite.

Demonstranten während eine 24-stündigen Generalstreiks in Griechenland. Athen braucht bis Mitte November die nächste Finanzspritze. dapd

Demonstranten während eine 24-stündigen Generalstreiks in Griechenland. Athen braucht bis Mitte November die nächste Finanzspritze.

BrüsselDas krisengeschüttelte Griechenland hofft auf die Auszahlung der nächsten Hilfstranche vor Mitte November. Dem angeschlagenen Euro-Mitgliedsland gehe am 16. November das Geld aus, weshalb es bis dahin die milliardenschwere Zahlung brauche, sagte der griechische Regierungschef Antonis Samaras am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel. Das Land werde pleite gehen, sollte dieses Datum überschritten werden. „Ich hoffe, dass die Auszahlung bis Mitte November abgeschlossen ist“, fügte Samaras hinzu. Der Ministerpräsident bestätigte frühere Angaben, dass mit den internationalen Geldgebern noch keine Einigung über die nächste Sparrunde erzielt worden.

Die internationale Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission muss in den kommenden Wochen einen Bericht über die Schuldentragfähigkeit und Reformanstrengungen des Landes vorlegen. Dieser ist Grundlage für die Entscheidung, ob das hoch verschuldete Land weitere Finanzhilfen erhalten soll. Griechenland wird seit Anfang 2010 mit Milliarden des IWF und seiner Euro-Partner gestützt.

Das Land steckt in der tiefsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die internationalen Gläubiger verlangen für die Freigabe der nächsten Hilfs-Tranche über 31,5 Milliarden Euro Einsparungen von mindestens weiteren 11,5 Milliarden Euro, was zusätzliche Einschnitte und Sozialkürzungen für die Bevölkerung bedeutet. „Das ist die letzte bittere Pille, die wir schlucken müssen“, fügte Samaras hinzu. Am Donnerstag hatten sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs auf eine Gipfelerklärung zu Griechenland geeinigt, in dem die Regierung in Athen ermutigt wird, den Reformkurs fortzusetzen.

Von

rtr

Kommentare (20)

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Account gelöscht!

19.10.2012, 20:06 Uhr

Da droht gar nichts, und schon gar keine Pleite.
Das Geld ist schon unterwegs; der Rest ist Wahlkampftheater.

Thomas

19.10.2012, 20:29 Uhr

Was Griechenland benötigt, daß ist ein neue Währung.

Stula

19.10.2012, 20:31 Uhr

Ja, ein reines Schmierentheater ist das. Erlasst den Griechen ihre Schulden (bzw. selbst gewählte Einstellung des Schuldendienstes), bevor durch quartalsweise Hilfszahlungen und dank des Zinses/Zinseszinses die Summen, für die wir bürgen, immer astronomischer werden. Neue Kredite gibt es dann nur noch gegen Faustpfand in doppelter Höhe der Kredite (als Sicherheit gegen Wertschwankungen).

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