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20.10.2011

13:46 Uhr

Euro-Krise

IWF blockiert Griechen-Kredit

Um eine Pleite abzuwenden, ist Griechenland dringend auf die Auszahlung der nächsten Kredittranche angewiesen. Der Internationale Währungsfonds sperrt sich jedoch dagegen.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos. dpa

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos.

Athen/BrüsselGriechenland muss weiter auf die nächste Hilfszahlung von acht Milliarden Euro warten. Zwar empfiehlt die EU-Kommission eine schnelle Auszahlung der sechsten Tranche von europäischen Hilfskrediten für Griechenland, wie aus dem Entwurf für den Troika-Bericht hervorgeht, der dem Handelsblatt vorliegt. Doch bisher sperrt sich der IWF noch dagegen.

Der IWF will sich bisher offenbar nicht an der Auszahlung der letzten acht Milliarden Euro aus dem ersten gemeinsamen 110 Milliarden Euro schweren Hilfspaket von EU und IWF beteiligen. Ursprünglich vorgesehen ist, dass die EU 5,8 Milliarden Euro übernimmt und der IWF 2,2 Milliarden Euro. In Berliner Koalitionskreisen wurde vermutet, dass der IWF seine Zustimmung von einem Erfolg des EU-Gipfels am kommenden Sonntag abhängig machen könnte, der auch über das zweite Griechenland-Hilfspaket beraten soll.

Krawalle in Athen

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Die Troika stellt die Schuldentragfähigkeit Athens ernsthaft infrage. Das am 21. Juli beschlossene zweite Hilfspaket könne bei einer weiter mangelhaften Konsolidierung nicht ausreichen, „um die Schuldendynamik als nachhaltig zu bezeichnen“. So steht es im Abschlussbericht der Troika-Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, der am Donnerstag an die Finanzministerien der Eurozone geschickt wurde.

Obwohl Athen Versäumnisse bescheinigt werden, empfiehlt die EU-Kommission die Auszahlung der nächsten Notkredittranche „so schnell wie möglich“. Die Euro-Finanzminister wollen am Freitag grünes Licht für ihren Anteil am Hilfspaket geben. Nach wie vor wird jedoch damit gerechnet letztendlich doch noch seine Zustimmung gibt. "Es wird erwartet, dass auch der IWF sich beteiligen und 2,2 Milliarden Euro zu dieser Auszahlung beitragen wird", heißt es im Troika-Report.

Kommentare (21)

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Petra

20.10.2011, 14:45 Uhr

Alternativlos, daß Deutschland bezahlt. Vor allem, da bald 2.000.000.000.000,00 Euro als gehebeltes Kapital zur Verfügung steht. Was sind da schon 2.200.000.000,00 Euro, die der IWF nicht zahlen will...

Account gelöscht!

20.10.2011, 14:51 Uhr

Das ist doch das reinste Kasperletheater!

Account gelöscht!

20.10.2011, 15:04 Uhr

Ich möchte auch nicht für die PIGS zahlen, hörst Du mich Angela? Vielleicht sollte ich einfach aufhören Steuern in Deutschland zu zahlen und unsere Firmen in Irland anmelden. Google zahlt da ja auch nur 2% Firmensteuer und ein bischen Schmiergelder an korrupte Politiker und macht weiter sein Geld in Deutschland.

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