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17.04.2012

06:56 Uhr

Euro-Krise

Japan stockt IWF-Mittel auf

Die japanische Regierung stützt den Internationalen Währungsfonds (IWF) im Kampf gegen die Euro-Krise. Andere Staaten sollen dem Beispiel bald folgen.

Das Logo des Internationale Währungsfonds am Hauptsitz in Washington. dpa

Das Logo des Internationale Währungsfonds am Hauptsitz in Washington.

Mailand/TokioJapan stockt im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa die Mittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) kräftig auf. Der zweitgrößte Beitragszahler des IWF beschloss einen Zuschuss von 60 Milliarden Dollar, wie Finanzminister Jun Azumi am Dienstag bekanntgab. Damit solle verhindert werden, dass die Krise in Europa die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht.

IWF-Chefin Christine Lagarde begrüßte die Ankündigung als „wichtigen Schritt“ und rief die anderen Mitglieder des Fonds auf, dem Beispiel Japans zu folgen. Es sei der größte Beitrag unter außereuropäischen Ländern, sagte Azumi. Viele Staaten dürften nun nachziehen, zeigte er sich zuversichtlich.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) zusätzliche Mittel von mehr als 400 Milliarden Dollar. IWF-Chefin Christine Lagarde äußerte in der italienischen Finanzzeitung „Il Sole 24 Ore“ (Dienstagausgabe) die Hoffnung, dass in dieser Woche eine entsprechende Aufstockung der Mittel des Fonds in die Wege geleitet werde. Von Donnerstag bis Sonntag finden die Frühjahrstagungen von IWF und Weltbank statt. Parallel dazu kommt es zum Treffen der Finanzminister der führenden 20 Industrie- und Schwellenländer (G20). „Ich bin bereit, die Angelegenheit für einige Wochen offenzulassen. Manche Länder
brauchen ein bisschen mehr Zeit für die Zustimmung der Parlamente“, ergänzte Lagarde. Zu Spanien sagte sie, dort seien Fortschritte bei Reformen und der Haushaltskonsolidierung zu beobachten. Diese müssten aber fortgesetzt werden.

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