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28.09.2012

17:22 Uhr

Euro-Krise

Kapitalflucht aus Spanien auf Rekordniveau

Die Lage in Spanien spitzt sich weiter zu: Kunden verlieren zunehmend das Vertrauen in die Banken des Euro-Krisenlandes und ziehen massiv Geld ab. Nun erreichte die Kapitalflucht ein neues Rekordhoch.

Ein Geldautomat der Caja Madrid. dapd

Ein Geldautomat der Caja Madrid.

MadridDie Kapitalflucht aus dem Euro-Krisenland Spanien hat infolge des andauernden Misstrauens der Investoren eine neue Rekordhöhe erreicht. Wie die Zentralbank am Freitag mitteilte, wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 235,4 Milliarden Euro aus Spanien abgezogen.

Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Land noch einen Kapitalzufluss von 47,4 Milliarden Euro verzeichnet. Dennoch hat sich die Kapitalflucht im Juli merklich abgeschwächt: In dem Monat wurde ein Nettokapital von 15 Milliarden Euro abgezogen, gegenüber 59 Milliarden Euro im Vormonat.

Von

dpa

Kommentare (16)

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Machiavelli

28.09.2012, 17:46 Uhr

Wir erleben, über den permanenten deutscher Leistungsbilanzüberschuss, eine noch grössere Kapitalflucht vom Euroraum ins Nichteuroausland. Dies überwiegend zum Nachteil der kleineren und schwächeren Euro-Wirtschaften.
Die Gewinne die deutsche Konzerne im Euroraum erwirtschaften werden oft ins Nichteuroausland reinvestiert.
50% Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Portugal, 30% in Italien, von Griechenland ganz zu schweigen. Diese Länder werden ausgesaugt und leben nur noch von der Substanz oder Schuldenmachen.

DeutscherMichel

28.09.2012, 17:49 Uhr

@ Machiavelli,
Ja, und?
1. im Moment leben wir wie Gott in Frankreich und z.T. auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit über unseren Leistungsbilanzüberschuss exportieren (15 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit 17 Jahren)
2. Die paar Milliarden die wir jährlich netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
3. Den meisten Deutsche geht es besser als anderen EU-Bürger, und, egal wie es den anderen EU-Ländern geht, auch wenn in Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
4. Wenn es Deutschland nicht mehr gefällt, kann und darf es jederzeit aus der EU/Währungsunion austreten.

tesaro

28.09.2012, 18:07 Uhr

Die PIGS lebten zig Jahre auf Pump von unseren Steuergelder, sie haben Waren gekauft, aber nicht bezahlt.
Und ihre Banken haben sich wie unsere Banken verspekuliert.
Bitte nicht die Tatsachen verdrehen.

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