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06.09.2011

07:16 Uhr

Euro-Krise

Koalitionspolitiker fordern Zahlungsstopp für Griechenland

Politiker von CDU und FDP verlieren die Geduld mit Griechenland. Sie fordern einen Stopp der Milliardenhilfen. Weitere Mittel sollten erst fließen, wenn die Troika-Expertengruppe von EU und IWF grünes Licht gibt.

Eine Touristin mit Schirm besucht den Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen. dpa

Eine Touristin mit Schirm besucht den Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen.

BerlinAngesichts der desolaten Finanzsituation Griechenlands drohen Politiker von Union und FDP mit einem Stopp der Milliardenhilfen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, sagte der „Bild“ (Dienstagausgabe), Voraussetzung für weitere Hilfen sei ein positives Prüfergebnis der sogenannten Troika-Expertengruppe von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds.

„Erst wenn die Troika grünes Licht gibt, darf es weitere Hilfen für Griechenland geben“, sagte Fuchs der Zeitung. Ähnlich äußerte sich der FDP-Bundestagsabgeordnete und Obmann im Finanzausschuss, Daniel Volk, sowie der stellvertretende FDP-Vorsitzende Holger Zastrow.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy haben bei ihrem Treffen am Montag in Berlin Forderungen nach einem Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone hingegen klar zurückgewiesen. „Ich glaube, dass wir damit einen Domino-Effekt einleiten könnten, der außerordentlich gefährlich für unser Währungssystem ist“, sagte Merkel.

Merkel betonte, es sei wichtig, dass Griechenland seine Zusagen umsetze und einhalte. Vor der Unionsfraktion sagte die CDU-Vorsitzende am Abend laut Teilnehmern, wenn Griechenland nicht das tue, was die Prüfer der „Troika“ aus EU, EZB und IWF wollen, werde es keine neuen Mittel geben - weder aus dem laufenden noch aus einem neuen Hilfspaket.

Wachsenden Unmut im schwarz-gelben Regierungslager gibt es aber nicht nur über die schleppenden Reformfortschritte in Athen, sondern auch über die jüngsten Abstriche am Sparprogramm der italienischen Regierung.

Kommentare (11)

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alessandro

06.09.2011, 07:29 Uhr

Lasst Griechenland endlich geordnet Pleite gehen, schlimmer kanns den Griechen auch nicht mehr gehen.
Die Deutschen Banken sind dann einige Euros los, aber der Deutsche Steuerzahler erspart sich damit weitere Milliarden Zahlungen nach Greece.

Es ist ja keinem Bürger mehr plausiebel erklärbar wieso z.B. Steuerabschreibungen beim Studium doch wieder gekürzt werden sollen und eine Autobahnmaut eingeführt werden soll wegen 20 Milliarden Jährlich während man in Pleite Staaten die nächsten 100 Milliarden pumpt.

Account gelöscht!

06.09.2011, 07:29 Uhr

Die Troika wird schon grünes Licht geben. Immer! Rotes haben die gar nicht!
Merke: Den Euro in seinem Lauf, halten weder Troika noch Blessing auf... oder so ähnlich.
Ich empfinde eine klammheimliche Freude, dass schon bald solche Genossen wie Schröder vom "Boulevard" in Bedrängnis kommen. Nämlich dann, wenn die Mehrheit merkt, dass Deutschland durch den Euro pleite ist. Dass der in Deutschland geschaffene Wohlstand durch ein "politisches Projekt" vernichtet wurde. Da werden sich aber eine Damen und Herren noch zur Verantwortung ziehen lassen müssen. Auf diesen Tag der Abrechnung freue ich mich!
WIR SIND DAS VOLK!

Hilfe

06.09.2011, 07:48 Uhr

Wo sind die Juristen, die gegen das Deutsche Parlament Strafanzeige wegen Verstosses gegen den Amtseid erheben ?
"Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden" hat jedes Regierungsmitglied geschworen.

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