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06.01.2011

18:52 Uhr

Euro-Krise

Portugal hat Defizit-Ziel 2010 erreicht

Portugal hat nach eigenen Angaben sein Haushalts-Ziel für 2010 erreicht. Das Defizit liege bei 7,3 Prozent der Wirtschaftsleistung, sagte der Haushaltsminister des hochverschuldeten Landes, Emanuel dos Santos.

Portugals Finanzminister Dos Santos. Reuters

Portugals Finanzminister Dos Santos.

HB LISSABON. Das hochverschuldete Portugal hat sein Haushalts-Ziel für 2010 nach offiziellen Angaben erreicht. Das Defizit liege bei 7,3 Prozent der Wirtschaftsleistung, sagte Haushaltsminister Emanuel dos Santos am Donnerstag. Trotz der schwierigen Marktlage in der Eurozone zeigte er sich zuversichtlich, dass Portugal im laufenden Quartal keine Probleme bei der Finanzierung seiner Schulden haben werde.

Die mit dem Schuldenmanagement des Staates betraute Finanzagentur will am 12. Januar weitere Anleihen im Wert von rund einer Milliarde Euro am Markt verkaufen.

Der Renditeabstand zwischen portugiesischen und deutschen Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit weitete sich unterdessen auf 414 Basispunkte aus. Das war der größte Spread seit dem 1. Dezember. Offenbar ist das Vertrauen der Anleger in die wirtschaftliche Zukunft Portugals wieder gesunken.

Nach der Rettung Irlands und Griechenlands durch milliardenschwere Hilfsgelder der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist das Land ins Visier der Finanzmärkte geraten. Es wird spekuliert, dass es früher oder später ebenfalls unter den EU-Schutzschirm schlüpfen muss.

Kommentare (4)

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Torsten

07.01.2011, 00:00 Uhr

hoffen wir mal, das die Portugiesen den Auftrag zur Datenermittlung nicht an die griechische Statistikbehoerde vergeben haben.

Profit

07.01.2011, 00:48 Uhr

Kein Mensch glaubt noch an diese Statistiken. Das ist doch eines der Hauptprobleme der Währungs- bzw. Verschuldungskrise. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Aus den Marktdaten läßt sich auf die "wahre" Verschuldung und Lage schließen. Das ist ja gerade der Vorteil von Märkten im Gegensatz zu allen möglichen Zahlen von Planungsbehörden bei öffentlichen oder auch privaten institutionen. Das Wissen vieler Marktteilnehmer, u.a. und insbesondere das der "insider", fließt in die Marktpreise (hier: Zinssätze) ein. Deshalb sind sie der bessere indikator und nicht die Statistik des verehrten Ministers.

Drei Affen

07.01.2011, 01:53 Uhr

@ Torsten
Die Datenermittlung der Griechen stammt letztlich auch nur aus der Feder der amerikanischen investment bank Goldman Sachs. Die haben die Griechen schön unterstützt, damit sie die Vorraussetzungen erfüllen, den Euro einführen zu dürfen.

Und nun ist Goldman Sachs dabei und bewertet Facebook mit 50 Milliarden Dollar - und bietet privaten investoren Anteile an dem Webnetzwerk an. Hoffentlich sind das alles reiche dämliche Amerikaner, die diesen Mist glauben und diese Anteile kaufen. Schlage vor: lösche Dein Facebook Account und Goldman Sachs kommt mal wieder auf den boden der Tatsachen. Gleichzeitig erspart man ein paar privaten durchgeknallten Privatleuten den Verlust ihrer Ersparnisse. Die amerikanischen bankster machen wirklich aus dem letzten Mist noch Geld....

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