Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2014

10:50 Uhr

Euro-Krise

Spanien bekämpft die Arbeitslosigkeit mit Erfolg

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist deutlich zurückgegangen. Das Krisenland konnte fast 150.000 weniger Arbeitslose als im Vorjahr verbuchen. Sogar im schwierigen Monat November ging die Arbeitslosigkeit zurück.

Eine Spanierin reinigt die Straßen nach den Silvesterfeierlichkeiten: In Spanien sind wieder Arbeitsplätze zu haben. dpa

Eine Spanierin reinigt die Straßen nach den Silvesterfeierlichkeiten: In Spanien sind wieder Arbeitsplätze zu haben.

MadridDie spanische Regierung hat einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gemeldet. Im Dezember sei die Zahl der Arbeitssuchenden gegenüber dem Vormonat um 107.570 zurückgegangen, teilte das Arbeitsministerium am Freitag mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien sogar 147.385 Menschen weniger bei den Arbeitsämtern registriert. Dies sei der stärkste Rückgang seit 1999 gewesen. Allerdings bleibt die Zahl der Arbeitslosen in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone mit 4,7 Millionen weiter hoch. Laut dem Statistikinstitut lag die Arbeitslosenquote zuletzt bei knapp 26 Prozent.

Spanien hatte im dritten Quartal 2013 erstmals seit Jahren wieder ein leichtes Wachstum von 0,1 Prozent verzeichnet. Die Staatssekretärin im Arbeitsministerium, Engracia Hidalgo, wies darauf hin, dass die Arbeitslosenzahl seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 im Schnitt um jährliche 544.000 gestiegen sei. Zwischen März und August war die Arbeitslosenrate sechs Monate in Folge gesunken, bevor sie zum Ende der Saison wieder anstieg. Doch im November, der normalerweise eher schlecht für die Wirtschaft ist, ging die Arbeitslosenzahl erneut leicht zurück.

Spanische Reformbilanz in Zahlen.

Spanische Reformbilanz in Zahlen.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Geroldsauer

06.01.2014, 12:33 Uhr

Berichterstattung wie in der früheren DDR...damit brachte man es dort mit der Wirtschaftsleitung auf den 7.Platz in der Welt... die Realität in Spanien sieht anders aus
"Die Daten spiegeln nur die registrierten Arbeitslosen und damit die aktiv nach Arbeit Suchenden bei den spanischen Arbeitsämtern wider. Langzeitarbeitslose, die keine staatlichen Leistungen mehr bekommen und sich deshalb nicht mehr regelmäßig beim Arbeitsamt melden, fallen aus der Statistik. Mit der Länge der Krise nimmt die Zahl der Langzeitarbeitslosen und Entmutigten, die nicht mehr erfasst werden zu. Weiterhin dürfte auch Auswanderung den Arbeitsmarkt entlasten. Als Indiz dafür stehen die Daten zu den sozialversicherten Beschäftigten in Spanien. Denn obwohl die unbereinigte Zahl der Arbeitslosen um -147’385 zum Vorjahresmonat abnahm, sank auch die unbereinigte Zahl der sozialversicherten Beschäftigten in Spanien um -85’041 zum Vorjahresmonat! Konsistenter Weise können diesen Widerspruch in den Daten nur Entmutigte und Ausgewanderte schließen."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×