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05.08.2011

10:25 Uhr

Euro-Rettungsfonds

Finanzkommissar Rehn unterstützt Barroso

Der Alarmruf von Kommissionspräsident Barroso findet den Beifall von EU-Finanzkommissar Rehn. Er ist bereit, den europäischen Rettungsschirm EFSF zu ändern, sprich: um weitere Milliarden zu vergrößern.

Olli Rehn. Quelle: dapd

Olli Rehn.

Brüssel„Wir stehen bereit, unseren Kurs im Krisenmanagement anzupassen, um mehr Glaubwürdigkeit und Effizienz zu erreichen“, sagte Rehn am Freitag dem Radiosender „BBC Radio 4“. Damit der EFSF effektiv bleibe, müsse der Rettungsschirm von den Finanzmärkten respektiert werden. Außerdem verteidigte Rehn den jüngsten Brief von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Der Portugiese hatte in dem Schreiben vom Vortag eine erneute Aufstockung des 440 Milliarden Euro schweren Krisenfonds ins Gespräch gebracht. Auf die Frage, ob der Brief die Schuldenkrise verschärft habe, sagte Rehn: „Ich denke nicht.“ Zwei Wochen nach dem Euro-Gipfel hatte Barroso gestern alle Mitgliedsländer mit scharfen Worten zur umgehenden Umsetzung aller dort gefassten Beschlüsse aufgefordert.

In einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer vom Mittwoch forderte er zudem „eine rasche Neubewertung aller Elemente im Zusammenhang mit dem Euro-Rettungsfonds EFSF“. In den vergangenen Tagen waren die Renditen bei spanischen und italienischen zehnjährigen Staatsanleihen auf Rekordhochs gestiegen.

Die Märkte würfen ein Schlaglicht auf die undisziplinierte Kommunikation und die Komplexität und Unvollständigkeit des Pakets vom 21. Juli, erklärte Barroso. Es sei noch immer nicht gelungen, die Märkte zu überzeugen, „dass wir die angemessenen Schritte unternehmen, um die Krise zu beenden“. Woran auch immer dieses Unvermögen gelegen habe, es sei deutlich, dass es sich längst nicht mehr nur um eine Krise in der Peripherie der Eurozone handele.

Von

dpa

Kommentare (9)

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ms1

05.08.2011, 11:04 Uhr

Die Naivität unserer europapolitiscen Elite ist wirklich beeindruckend. Offenbar ist man nicht in der Lage zu begreifen, dass der ESFS auch verhundertfacht werden könnte, ohne, dass dies irgendeinen Erfolg hätte. Denn auch die Bonität Deutschlands oder Frankreichs ist nicht unbegrenzt. Möglicherweise sollte Hr. Rehn doch erstmal die finnische Bevölkerung von seinen Ideen begeistern...

Petra

05.08.2011, 11:06 Uhr

Wer zahlt letztendlich noch in den EFSF ein?

Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist!

Account gelöscht!

05.08.2011, 11:14 Uhr

Mit ihren Aussagen heizen diese Jungs die Verlustbörsen noch weiter an. Ob da jemand puts ins Nest legte ?
Die Schuldnekrise laesst sich mit dieser EU Elite nicht lösen. Ich halte deren Verhalten für kriminell, fahrlaessiges Verhalten laesst sich korrigieren.
Hier wird gezielt auf den Niedergang hingearbeitet.

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