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09.07.2013

06:56 Uhr

Euro-Rettungsschirm

Frankreich für ESM-Hilfen an griechische Banken

ExklusivFrankreichs Europaminister Repentin ist dafür, dass der ESM griechische Banken mit direkten Kapitalspritzen unterstützt. Den Höhepunkt der Krise sieht er überwunden. „Die gemeinsame Währung ist nicht mehr bedroht.“

Frankreichs Europaminister Thierry Repentin sieht die Euro-Zone auf einem guten Weg. AFP

Frankreichs Europaminister Thierry Repentin sieht die Euro-Zone auf einem guten Weg.

ParisDer Euro-Rettungsschirm ESM soll griechische Banken mit direkten Kapitalspritzen unterstützen. Das hat der französische Europaminister Thierry Repentin im Gespräch mit dem Handelsblatt gefordert. „Vieles wäre einfacher, wenn der Euro-Rettungsschirm die griechischen Banken bereits jetzt direkt rekapitalisieren könnte. Dann hätte das Land bessere Bedingungen auf den internationalen Kapitalmärkten“, sagte Repentin. Der Minister befürchtet trotz der anhaltenden Probleme in Athen nicht, dass Griechenland die Euro-Zone erneut in eine schwere Krise stürzen wird. „Der Höhepunkt der Krise liegt hinter uns. Die gemeinsame Währung ist nicht mehr bedroht“, sagte er.

Am Montagabend hatten die Finanzminister der Euro-Gruppe neue Hilfszahlungen an Griechenland freigegeben, dies aber an Bedingungen gebunden. So soll der Stellenabbau im öffentlichen Dienst beschleunigt werden. Die Hilfen von gut 6,8 Milliarden Euro sollen aber auch dann nur häppchenweise über die kommenden drei Monate ausgezahlt werden.

Repentin äußerte sich auch zu den im Mai 2014 anstehenden Europawahlen. Seiner Einschätzung nach ist es noch nicht sicher, dass die französischen Sozialisten den deutschen Sozialdemokraten und Europaparlamentspräsidenten Martin Schulz als Spitzenkandidaten der europäischen Sozialisten für die Wahl unterstützen werden. Schulz habe zwar viele Verdienste, sagte Repentin, schränkte dann aber ein: „In der Politik steht allerdings nichts von vorneherein fest, und nichts ist ausgeschlossen. Außerdem gibt es im September die deutsche Bundestagswahl. Deren Ausgang könnte Einfluss haben auf die Frage, wer EU-Spitzenkandidat der Sozialisten wird.“

Wie der Minister weiter sagte, wird der Sieger der Europawahl nicht automatisch Präsident der nächsten EU-Kommission. Der EU-Vertrag von Lissabon sieht diese Möglichkeit zwar erstmals vor. „Zwingend ist es aber nicht. Ich denke, dass die EU-Staats- und Regierungschefs sich die Entscheidung über diese Personalie vorbehalten werden“, sagte Repentin.

Kommentare (57)

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Fadenkreuz

09.07.2013, 07:04 Uhr

dann ist ja alles in Ordnung fuer die Franzosen. Deutschland wird zahlen und Frankreich kann wieder seine europaeische Fuehrungsposition in Anspruch nehmen! Alles wie gehabt: Versailles ohne Krieg!

Euroklopapier

09.07.2013, 07:09 Uhr

Französische Banken haben sehr viel Geld in Griechenland versenkt. Darum wollen Sie, dass die Banken in Griechenland über den ESM saniert werden. Dadurch würde Frankreich keine Verluste entstehen. Ich bin auch dafür, dass der ESM Banken aus Osteuropa rettet. Dadurch würde Österreich nicht pleite gehen. Als Nettozahler hätten sie es sich verdient.

Account gelöscht!

09.07.2013, 07:10 Uhr

Natürlich ist Frankreich dafür, dass dem Pleitegeier die 8 Milliarden Euro aus dem im übrigen absolut leeren widerrechtlich installierten ESM-Topf, für den wir Deutschen haften, ausgezahlt werden, schließlich müssen davon ja auch französische Zockerbanken gerettet und gerettet und gerettet werden, damit sie weiterhin zocken und zocken und zocken können!

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