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21.07.2011

09:56 Uhr

Euro-Sondergipfel

Politik knickt vor den Banken ein

Nach heftigem Protest haben sich Merkel und Sarkozy gegen eine Bankensteuer zur Finanzierung der Griechenland-Hilfen entschieden. Außerdem sollen sie eine brisante Absprache zur EZB getroffen haben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Brüssel/BerlinEine Bankenabgabe zur Finanzierung der neuen Griechenland-Hilfe ist vom Tisch. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy, wie das Handelsblatt aus deutschen Regierungskreisen erfuhr. Außerdem sollen private Gläubiger über ein Rückkauf-Programm griechischer Staatsanleihen an der weiteren Griechenland-Hilfe beteiligt werden.

Merkel und Sarkozy hatten am späten Mittwochabend in einem rund siebenstündigen Gesprächsmarathon über den Weg zu einer neuerlichen Multimilliardenhilfe für das hoch verschuldete südeuropäische Partnerland beraten. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte nach dem Treffen in Berlin mit, Merkel und Sarkozy hätten bei ihrem siebenstündigen Treffen im Kanzleramt mit dem aus Frankfurt angereisten EZB-Chef Jean-Claude Trichet sowie telefonisch mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy ihren Standpunkt besprochen.

Die deutsch-französische Einigung sei eine „unerlässliche Voraussetzung“ für einen Gipfelbeschluss, sagte die französische Regierungssprecherin Valérie Pécresse am Donnerstag dem Fernsehsender France 2.„Wir brauchen einen so breiten Konsens wie möglich und der erste Schritt ist natürlich eine gemeinsame deutsch-französische Position.“

Zur letzten Vorbereitung des Euro-Sondergipfels trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Vormittag mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou. Das Treffen werde in der belgischen Hauptstadt stattfinden, sagte ein EU-Diplomat. Ebenfalls in Brüssel treffen sich vor dem offiziellen Beginn des Gipfels auch die Unterhändler der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder, um eine Einigung vorzubereiten.

Der mit Spannung erwartete Krisengipfel berät ab 13.00 Uhr in Brüssel über ein zweites Hilfspaket für Athen. Hier wird mit einem Beschluss gerechnet. Ebenfalls auf der Tagesordnung dürften Strategien zur langfristigen Absicherung des Euro stehen.

Kommentare (12)

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TukTuk

21.07.2011, 11:39 Uhr

Dieser Beitrag traegt nichts bei. Es schuert nur das Feuer!

Gast

21.07.2011, 11:46 Uhr

Wenn Politiker anstatt Ökonomen für eine Währung verantwortlich sind... .

KriminelleMachenschaften

21.07.2011, 11:46 Uhr

Angie liegt mal wieder ausgenockt alternativlos auf den Brettern. Show-Wrestling vom Feinsten.

Die waehlen wir wieder! So taeuschend echt kaempft sonst keiner der Polit-Kasper.

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