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16.06.2015

17:14 Uhr

Euro-Zone

Merkel verzichtet vorerst auf radikale Reformen

Berlin und Paris wollen die Zusammenarbeit in der Euro-Zone bis 2017 nur behutsam ausbauen. Grund dafür: Umfangreiche EU-Vertragsänderungen sind derzeit nicht möglich. Merkel will sich auf das Machbare konzentrieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Zusammenarbeit in der Euro-Zone bis 2017 nur behutsam ausbauen. ap

Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Zusammenarbeit in der Euro-Zone bis 2017 nur behutsam ausbauen.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat deutsch-französische Pläne verteidigt, die Zusammenarbeit in der Euro-Zone bis 2017 nur behutsam auszubauen. Beide Länder hätten den Vorschlag vorgelegt, weil derzeit keine umfangreichen EU-Vertragsänderungen möglich seien, sagte sie am Dienstag in Berlin nach einem Treffen mit Luxemburgs Ministerpräsident Xavier Bettel. „Wir glauben, dass das ein realistischer Vorschlag ist.“ Man müsse eher nach dem Machbaren schauen.

Frankreich lehnt wie viele Regierungen der Euro-Staaten Vertragsänderungen aus Angst vor nationalen Referenden ab. Großbritannien wiederum will die Verträge nur aufschnüren, um EU-Kompetenzen auf die nationale Ebene zurückzuverlagern.

In einem Ende Mai bekanntgewordenen Papier des französischen Präsidialamtes und des Kanzleramts schlagen beide Regierungen regelmäßigere Gipfeltreffen der 19 Euro-Länder vor. Zudem soll innerhalb des Europäischen Parlaments eine gesonderte Einheit für Belange der Euro-Zone eingerichtet werden. Die EU-Kommission soll zudem die wirtschaftliche Entwicklung der Euro-Staaten stärker überwachen. Über das Thema soll auch auf dem EU-Gipfel in der kommenden Woche diskutiert werden.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

16.06.2015, 19:05 Uhr

Merkel wäre eine hervorragende Metzgereifachverkäuferin, im Durchwursteln ist sie eine Koryphäe!

Verleihen wir ihr doch den Ehrendoktortitel Dr. Wurst.

Herr Klaus Hofer

16.06.2015, 20:59 Uhr

Die nach dem Zusammenbruch des Ostblocks übereilt vorangetriebene Erweiterung hat bereits zu einem sog. Overstretching der EU geführt. Die Väter der europäischen Einigung sind aus den Eindrücken zweier Weltkriege zu der Erkenntnis gelangt, daß selbst ein zunächst als reine Wirtschaftsgemeinschaft konzipierter Zusammenschluß als notwendiges Fundament ein gemeinsames auf den Errungenschaften des Abendlandes beruhendes Werteverständnis benötigt.
Es ist richtig, daß grundlegende Reformen sowohl der EU als auch der Eurozone derzeit nur schwer durchsetzbar sind. Im Interesse der EU sowie der Währungsunion wird man jedoch um einschneidende Reformen nicht umhin kommen.

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