Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.05.2012

19:38 Uhr

Eurokrise

EU macht Schritt Richtung Bankenunion

Um Europa vor einer Bankenkrise zu schützen, plant die EU-Kommission einen Krisenfonds. Das wäre ein wichtiger Schritt zu einer europaweiten Auffanglösung für Banken. Deutschland ist gegen eine Aufteilung der Risiken.

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt. Das Geldinstitut fordert eine Bankenunion für Europa. dpa

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt. Das Geldinstitut fordert eine Bankenunion für Europa.

BrüsselDie EU-Staaten sollen sich bei der Abwicklung von Krisenbanken künftig gegenseitig unter die Arme greifen. Nach einem Gesetzentwurf der EU-Kommission wären die neu zu schaffenden Krisenfonds unter bestimmten Umständen zur gegenseitigen finanziellen Unterstützung verpflichtet. Der Fonds eines Landes müsste dem Entwurf zufolge, der der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag, bis zu 50 Prozent seiner eigenen Mittel einem anderen nationalen Vorsorgetopf als Kredit geben.

Sollte der Vorschlag die Verhandlungen von Mitgliedstaaten und Europäischem Parlament überdauern, wäre dies ein wichtiger Schritt zu einer europaweiten Auffanglösung für Banken, wie sie von der Europäischen Zentralbank (EZB) unter dem Schlagwort „Bankenunion“ gefordert wird.

Eine europäische Absicherung gegen Bankenkrisen forderte auch der italienische Ministerpräsident Mario Monti. Nach seinem Plan gäbe es einen EU-weiten Einlagensicherungsfonds, mit dem Bankkunden im Fall einer Pleite entschädigt werden können. Die Einlagensicherung, deren Reform in der EU gerade abgeschlossen wird, ist bisher auf rein nationaler Ebene angesiedelt.

Die geplanten neuen Regeln von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier setzen vor der Entschädigung an, bei der Abwicklung einer Bank. Die Richtlinie macht Vorgaben etwa zur Verlustbeteiligung der Bankgläubiger, zu präventiven Sanierungsplänen und eben zum Aufbau eines Vorsorgetopfes, der mit einer Bankenabgabe gespeist wird.

Kommentare (19)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Tabu

29.05.2012, 20:02 Uhr

Doch die Euro-Schuldenkrise, die die Banken in Südeuropa stark in Mitleidenschaft zieht, heizt die Diskussion neu an
--------------------------------
müßte es nicht heißen.."doch die Bankenkrise die die Schulden von Südeuropa sichtbar machten.."
Natürlich will Deutschland da nicht mitziehen.
Deshalb ja,die Idee mit dem Rettungsschirm für Griechenland.
Das es so dicke kommt ahnte ja keiner und ,zeigt am Beispiel Spaniens welche Blasen man unter dem Dach der EU platzen ließ,die bei Eintritt noch schön gerechnet wurden.
Ebenso Italien und Frankreich.Interessiert aber auch keinen dieser Länder,welche Kosten Deutschland für die Wiedervereinigung erwirtschaften mußte..Haben sie ihr Land aufgebaut,muß es doch auch mit anderen klappen..
"Ziel ist es, die Kosten einer Bankenrettung künftig den Steuerzahlern nicht mehr aufzubürden." Weiß man da schon,wann das sein soll,oder ist da auch nur so eine teure Sprechblase.

byeEurope

29.05.2012, 20:31 Uhr

gaaaanz toll wie Banken und Staaten die bis über die Ohren ( u.a. auch korrupt ) gezockt haben aufgefangen werden

- ABER wer fängt die deutschen mittelständischen Unternehmen auf - die all die Jahre das Bruttosozialprodukt geschultert haben ?

Auftragsrückgang , Margen schwinden, Rechtssicherheit und Geschäftsmoral in der EU werden noch schlimmer als sie es je waren.

Europa ist nur noch ein Moloch aus Gier und Neid,
wenn es am 21.12.2012 knallt ists doch nicht schade drum

Rainer_J

29.05.2012, 20:35 Uhr

Die FPIGS wollen mal wieder ihre Schulden und Risikien illegal auf andere Staaten (vor allem Deutschland) abwälzen!

Von den FPIGS hört man nie Vorschläge, wie sie selbst ihre Probleme lösen könnten, sondern immer nur Ideen, das andere Länder zahlen sollen. Wie wäre z.B. effektive und funktionierende Finanzämter zu errichten und ein hoher Spitzensteuersatz?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×