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03.02.2012

13:14 Uhr

Eurokrise

Merkels Gegner und wie sie die Welt sehen

VonMark Schieritz
Quelle:Zeit Online

Die Deutschen verstehen die Krise nicht, behaupten angelsächsische Politiker und Ökonomen. Wie kommen sie darauf?

Ein kritischer Blick auf die Kanzlerin. Gerade in Großbritannien gefällt Politikern ihr Vorgehen nicht. Reuters

Ein kritischer Blick auf die Kanzlerin. Gerade in Großbritannien gefällt Politikern ihr Vorgehen nicht.

Am Montag dieser Woche ist Europa ein Stück deutscher geworden – zumindest auf dem Papier. Mit Ausnahme von Tschechien und Großbritannien wollen alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union den im Wesentlichen von der Bundesregierung ersonnenen Fiskalpakt unterschreiben. Per Staatsvertrag verpflichten sie sich damit zur Einführung von Schuldenbremsen nach Berliner Vorbild.

Ein Sieg für die deutsche Kanzlerin und ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Staatsschuldenkrise – so sieht man das in Berlin, wo die Brüsseler Einigung als »Meisterleistung« (Angela Merkel) gilt. Europa bleibe »eine Sorge«, ließ das Weiße Haus in Washington dagegen nur wenige Stunden nach Ende des Gipfels mitteilen. Und der britische Premierminister David Cameron forderte die Kanzlerin auf, endlich »kühn und mutig« zu sein.

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Der Grund für den Dissens: Aus Sicht der Merkel-Kritiker – sie sitzen nicht nur in den angelsächsischen Regierungszentralen, sondern auch in diversen Universitäten – ist die Staatsschuldenkrise im Kern überhaupt keine Staatsschuldenkrise.

Bloß, was ist sie dann?

Paul de Grauwe meint es zu wissen. Er ist bekannt. Seine Regierung hat den belgischen Währungsexperten vor ein paar Jahren für einen Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank nominiert. Durchsetzen konnte sie ihn allerdings nicht. Die Deutschen waren dagegen.

Kommentare (14)

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Makrooekonomie

03.02.2012, 17:12 Uhr

Sorry, das ist doch einfach nur Schwachsinn. Ich verstehe nicht warum Herr Krugman immer noch nicht kappiert hat, dass Privatwirtschaft und Staatswirtschaft immer zusammen hängen und es völlig wurscht ist welcher der beiden Zweige überschuldet ist. Kommt es zum Schwur (wie in Griechenland, Portugal oder sonst wo auf der Welt) ist das Ergebnis immer dasselbe entweder, weil der Staat die zu hohen Schulden der Privatwirtschaft übernehmen muss oder weil die Privatwirtschaft für den Staat bluten muss. Merkels Kurs ist deshalb genau richtig, da sich die Privatwirtschaft unter Umständen nicht zähmen lässt muss der Staat umso fitter sein, um die krepierenden Banken etc. auffangen zu können. Ein kranker Staat ist dazu gar nciht in der Lage.

Account gelöscht!

03.02.2012, 19:03 Uhr

Die angelsächsische Sichtweise ist völlig abstrus. Natürlich haben wir eine Staatsschuldenkrise, die nun Schritt für Schritt gelöst wird. Es scheint mir, als wenn die angelsächsischen Verbündeten ein Auseinanderbrechen des Euro wünschen, damit sie wieder zur alleinigen Leitwährung aufsteigen können. Da die Staatsschudelnkrise nun auf gutem Wege ist, wird nun die nächster Krise der privaten Hand herbeigeredet. Die Herren und Damen sollten sich besser um ihre eigenen Schulden kümmern. In den USA steht in diesem Jahr eine Neuverschuldung von einer Billion an und in England geht die Wirtschaftsleistung herunter, obwohl die Notenpresse läuft. Die Jungs haben ein dickes Problem, von dem sie mit aller Macht ablenken wollen, was aber nicht gelingen wird. China und Deutschland sei Dank!

Logo23

03.02.2012, 19:36 Uhr

Die größte Privatschuldenkrise haben die USA. Die amerikanische Regierung und die FED versuchen gerade, die Amerikaner zum höheren Konsum - trotz Überschuldung - zu
"überreden". Ihre Maßnahme ist das Gelddrucken durch die FED(quantitiv easing). Der Teufel sollte die Europäer holen, wenn sie das nachmachen bzw. Draghi, wenn er damit nicht aufhört, Geld zu drucken.

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