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21.01.2015

19:21 Uhr

Europäische Kapitalmarktunion

Laut EU keine „Super-Aufsicht“ notwendig

Die EU-Kommission will einen grenzüberschreitenden europäischen Kapitalmarkt schaffen. Dabei wird auch die Frage nach einem Kontrollmechanismus diskutiert. Eine „Super-Aufsicht“ nach EZB-Vorbild ist aber keine Option.

EU-Finanzmarkt-Kommissar Jonathan Hill im Gespräch mit Jean-Claude Juncker. Hill will im nächsten Monat einen Vorschlag zur Kapitalmarktunion veröffentlichen. ap

EU-Finanzmarkt-Kommissar Jonathan Hill im Gespräch mit Jean-Claude Juncker. Hill will im nächsten Monat einen Vorschlag zur Kapitalmarktunion veröffentlichen.

LondonFür die Schaffung einer europäischen Kapitalmarktunion ist nach Worten eines EU-Vertreters keine „Super-Aufsicht“ notwendig. „Natürlich werden irgendwann bei der Entstehung von Kapitalmärkten in Europa Fragen nach einem Kontrollmechanismus aufkommen. Offen gesagt sind wir aber weit von diesem Punkt entfernt“, sagte Olivier Guersent aus dem Stab von EU-Finanzmarkt-Kommissar Jonathan Hill am Mittwoch.

Hill wolle im nächsten Monat einen Vorschlag zur Kapitalmarktunion veröffentlichen. Der Verzicht auf eine übergreifende Behörde würde Großbritannien als dem größten Finanzmarkt in der Europäischen Union (EU) entgegenkommen. Das Land fordert eine Rückübertragung von Kompetenzen aus Brüssel an die Nationalstaaten. Der Brite Hill ist in der Kommission für die Regulierung für die Banken zuständig. Insbesondere aus London kommt Kritik an mehr Regeln für die Geldhäuser.

Die EU-Kommission will in den kommenden fünf Jahren einen grenzüberschreitenden europäischen Kapitalmarkt schaffen. Durch einheitliche Rahmenbedingungen soll es für Unternehmen künftig einfacher sein, in Europa Aktien, Anleihen und andere Anlageinstrumente an Investoren zu verkaufen. Auch die Abhängigkeit der Unternehmen von Bankkrediten soll auf diese Weise reduziert werden.

Es gebe keine Mehrheit unter den 28 Mitgliedsländern für eine Super-Aufsicht nach dem Vorbild der EZB bei der Bankenaufsicht in der Eurozone, ergänzte Guersent. Nicht nur Großbritannien, sondern auch Deutschland und Frankreich seien gegen eine solche Behörde. Der stellvertretende Chef der britischen Notenbank, Nemat Shafik, stieß ins gleiche Horn. Es bestehe kein Bedarf für eine neue Aufsicht.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

21.01.2015, 20:08 Uhr

Laut EU keine „Super-Aufsicht“ notwendig

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Dann fällt innerhalb der EU auch nicht mehr auf...

wie man in LUXEMBURG...

für Steuerliche nicht Einwandfreie Geschäfte gearbeitet hat ?

HERR JUNCKER SOLLTE ALLE EU-ÄMTER SOFORT VERLASSEN !!!!!







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