Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.04.2012

12:54 Uhr

Europäische Union

Sanktionen gegen Birma werden ausgesetzt

Birma macht kleine demokratische Schritte. Und der Westen belohnt es. Die EU will offenbar die Sanktionen gegen das Land aussetzen. Dort bleibt viel zu tun, die Opposition will eine Verfassungsänderung durchsetzen.

Anhänger von Aung San Suu Kyi in Birma. dpa

Anhänger von Aung San Suu Kyi in Birma.

BrüsselDie EU wird nach Angaben aus Diplomatenkreisen in der kommenden Woche die meisten Sanktionen gegen Birma aussetzen. Damit werde den schnellen politischen und wirtschaftlichen Reformen Rechnung getragen, hieß es am Donnerstag in den Kreisen. Vertreter der EU-Staaten hätten sich am späten Mittwochabend grundsätzlich auf die entsprechenden Schritte geeinigt.

Die EU-Außenminister dürften den Beschluss bei einem Treffen am 23. April besiegeln, hieß es weiter. Das Waffenembargo werde allerdings bestehen bleiben. Zudem würden die Sanktionen nur ausgesetzt und nicht aufgehoben, um den Druck zu weiteren demokratischen Reformen aufrecht zu halten.

Nach einer jahrzehntelangen Militärdiktatur findet in Birma ein demokratischer Umbruch statt. Auch die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat sich dafür ausgesprochen, Sanktionen zunächst nur auszusetzen und nicht aufzuheben.

Die USA hatten am Dienstag einige Handelsblockaden gelockert. Es wird erwartet, dass der freiere Zugang zu Birma eine Investitionswelle auslösen wird. Das rohstoffreiche Land grenzt an die Wirtschaftsgroßmächte Indien und China und dürfte auch zu einem Touristenziel werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×