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07.07.2012

02:57 Uhr

Europäische Zusammenarbeit

Hollande warnt vor deutsch-französischem Direktorium

Kurz vor dem Freundschaftstreffen in Reims warnt Frankreichs Präsident Holland in einer französischen Tageszeitung vor einer deutsch-französischen Vorherrschaft in Europa.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francoise Hollande im Elysee-Palast vergangenen Juni. dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francoise Hollande im Elysee-Palast vergangenen Juni.

ReimsFrankreichs Präsident François Hollande hat vor einem deutsch-französischen "Direktorium" in Europa gewarnt. "Wir dürfen unsere Beziehung nicht wie ein Direktorium verstehen, in dem Frankreich und Deutschland alleine für Europa entscheiden", sagte Hollande der französischen Tageszeitung "L'Union" in der Samstagsausgabe. "Zusammen mit Frau Merkel haben wir die Pflicht dafür zu sorgen, dass unsere gemeinsamen Interessen eine Kraft für das gesamte Europa darstellen können", sagte der sozialistische Staatschef.

Die Bundeskanzlerin und er seien sich einig darin, dass die übrigen Staaten eingebunden werden müssten. "Manchmal konnten sich bestimmte Länder ausgeschlossen oder gezwungen fühlen, einen Kompromiss zu akzeptieren, der bereits von unseren beiden Ländern ausgehandelt wurde", sagte Hollande. Sicherlich könne es nicht vorangehen, wenn sich Frankreich und Deutschland nicht einig seien. "Aber wir müssen bei jedem Schritt darauf achten, dass Europa stärker werden kann."

Hollande und Merkel werden am Sonntag mit einem Treffen in Reims die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags einleiten. In der Kathedrale von Reims hatten am 8. Juli 1962 der französische Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) an einer "Messe für den Frieden" teilgenommen. Wenige Monate später unterzeichneten sie den Elysée-Vertrag, der die Aussöhnung Deutschlands und Frankreichs besiegelte.

Hollande hatte Anfang Mai die Präsidentenwahl in Frankreich gewonnen und seinen konservativen Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy abgelöst. Berichte über ein angespanntes Verhältnis zu Merkel wegen unterschiedlicher Auffassungen in der Europapolitik hatte er am Freitag zurückgewiesen. "Im Gegensatz zu dem, was gesagt wird, haben wir kein schlechtes Verhältnis", sagte er dem Magazin "Marianne".

Auf dem EU-Gipfel Ende Juni hatte Hollande die Position Italiens und Spaniens unterstützt, die der Kanzlerin Zugeständnisse bei der Verwendung der Gelder aus den Euro-Rettungsfonds abtrotzten.

Von

afp

Kommentare (16)

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OMG

07.07.2012, 04:20 Uhr

Dieser Ahnungslose ist das Schlimmste, was Deutschland (und Frankreich) passieren konnte. Er wird Deutschland (und Frankreich) ruinieren.

Account gelöscht!

07.07.2012, 07:17 Uhr

Diese Äußerung ist wieder einmal an Angriff auf Merkel, um die deutsche Position in der EU zu schwächen.

Pfui!

Hollande ist ein sozialistischer Träumer.
Sein Land steuert auf die Überschuldung zu und er ist nicht in der Lage, Reformen anzugehen.

Wenn Deutschland 27% der EU-Veranstaltungen bezahlt, jetzt sogar noch viel mehr Geld für "Rettungen" in die Hand nimmt, dann können wir auch gerne die Richtung in der EU vorgeben.

Alles nur PR-Gerede von Hollande, um sich als großen Präsidenten in der EU zu positionieren.

Account gelöscht!

07.07.2012, 07:53 Uhr

Link hatte ich vergessen:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107922121/Frankreichs-Sozialisten-gefaehrden-ganz-Europa.html

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