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08.07.2015

20:49 Uhr

Europaparlament

Aktionäre sollen bei Managergehältern mitbestimmen

Das Europaparlament will die Rechte von Aktionären stärken. Die neuen Richtlinien sehen unter anderem vor, dass Aktionäre bei Mangergehältern mitreden dürfen. In Deutschland ist das bereits geltendes Recht.

Eine neue Richtlinie für die Rechte von Aktionären sieht unter anderem vor, dass Anteilseigner europaweit über die Vergütung von Managern entscheiden dürfen. dpa

Europaparlament stärkt Rechte von Aktionären

Eine neue Richtlinie für die Rechte von Aktionären sieht unter anderem vor, dass Anteilseigner europaweit über die Vergütung von Managern entscheiden dürfen.

StraßburgAktionäre sollen nach dem Willen des Europaparlaments bei Managergehältern mitreden dürfen. Multinationale Unternehmen sollen Informationen zu Gewinnen und Steuern je nach Ländern offenlegen. Diese beiden Forderungen gehören zur Neuregelung der sogenannten Aktionärsrechterichtlinie, für die die Mehrheit der Europaparlamentarier am Mittwoch stimmte.

Die Aktionäre sollen das Recht bekommen, mindestens alle drei Jahre über den Rahmen von Managergehältern abstimmen zu dürfen. Managergehälter sollen nicht konkret gedeckelt werden, vielmehr geht es um die Kriterien der Vergütung.

Für Deutschland ändert sich durch ein solches Gesetz nichts, da Mitglieder der Unternehmensleitung börsennotierter Konzerne bereits verpflichtet sind, ihre Vergütungen offenzulegen. Hauptversammlungen stimmen außerdem über die Vergütungen ab.

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

Große, grenzüberschreitend tätige Unternehmen sollen künftig offenlegen, in welchem Land sie welche Gewinne erzielen, wie viele Steuern sie zahlen, und wo sie öffentliche Subventionen erhalten. Nun beginnen Verhandlungen mit den Regierungen, um zu einer Einigung zu kommen. Noch ist nicht absehbar, wann dieses Gesetz in Kraft treten kann.

Von

dpa

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