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10.05.2012

15:53 Uhr

Europapolitiker

Cohn-Bendit fürchtet Putsch in Griechenland

Ohne Hilfe von außen bestehe das Risiko eines Militärputsches in Griechenland, warnte der grüne Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit. Ein Ausstieg der Griechen aus der Euro-Zone sei nicht machbar, sagte Cohn-Bendit.

Menschen am Straßenrand beobachten eine Militärparade in Griechenland. Das Militär könnte in Griechenland die Macht ergreifen, warnte Daniel Cohn-Bendit. dapd

Menschen am Straßenrand beobachten eine Militärparade in Griechenland. Das Militär könnte in Griechenland die Macht ergreifen, warnte Daniel Cohn-Bendit.

ParisDer grüne Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit sieht in Griechenland ohne Nothilfe von außen die Gefahr eines Militärputsches. In einem Interview der französischen Zeitung „Le Monde“ (Donnerstagausgabe) meinte er: „In Griechenland ist der politische Raum eingestürzt, man muss ein Signal der Hoffnung setzen. Wenn man die Griechen sich alleine durchwursteln lässt, dann riskiert man einen Militär-Putsch. Der Fall des Lebensniveaus wäre noch dramatischer!“

Der deutsch-französische Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit. dapd

Der deutsch-französische Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit.

Er persönlich glaube nicht, dass ein Ausstieg Athens aus dem Euro-Verbund machbar sei. Es gelte, mit den Griechen einen Ausweg zu suchen, damit sie ihren Verpflichtungen nachkommen können.

Mit Blick auf den zwischen Berlin und Paris zunehmend umstrittenen EU-Fiskalpakt warnte Cohn-Bendit den frisch gewählten sozialistischen Präsidenten François Hollande vor einem Konfrontationskurs. Die Kanzlerin dagegen habe verstanden, dass es ohne Bewegung auf ihrer Seite bei der von Hollande geforderten Wachstumskomponente keinen Fiskalpakt gebe. „Denn ohne Abkommen zwischen Frankreich und Deutschland macht ein Budget-Pakt keinen Sinn.“

Von

dpa

Kommentare (5)

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gerhard

10.05.2012, 18:54 Uhr

Menschen am Straßenrand beobachten eine Militärparade in Griechenland. Das Militär könnte in Griechenland die Macht ergreifen, warnte Daniel Cohn-Bendit. Quelle: dapd (Zitat)
Und dann? Spannt vielleicht das Militär Rettungsschirme auf und lässt anschließend Euro aus den Wolken regnen? Diese grüne Spinnerei versucht doch nur abzulenken. Griechenland wird alles tun, dass die EU selbst weiterhin es aus den Rettungsschirmen „regnen“ lässt. Militär kann man da wohl vergessen. Griechenland ist nicht Syrien!

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10.05.2012, 22:37 Uhr

So ein Blödsinn, den Cohn-Bendit darf man einfach nicht ernst nehmen. Der ist verliebt in seine eigenen Worte und Theatralik. Mit Realität hat das nichts zu tun.

berlinerin

13.05.2012, 13:56 Uhr

Vielleicht könnten ja ausländische firmen Helfen, dort zu investieren und für Senkung der arbeitslosenquoute der Griechen zu sorfgen. Wenn die Leute wieder geld verdienen, können die mehr kaufen, was dann wiederum die wirtschaft ankurbelt und steuern kommen dann auch wieder rein. durch einkommen-Umsatz und Mehrwertsteuer.
Vielleicht sollte man noch paar Steuersünder da zur Selbstanzeige "überreden".
Es bräuchte vielleicht auch Leute, die bei der Organisation der Finanzen helfen oder schuldenberatun im größeren stil. Aber ohne wachstum bzw. Einnahmen kann man auch nichts zurückzahlen. Vom reinen sparen kommen nunmal keine Einnahmen. da sparen die sich zu toe, vielleicht im wahrsten sSnn. die leute da werden immer frustrierter und es gibt Krawalle. Das verstärkt dann wieder den Wunsch nach einer "harten Hand" im Staat und käme dann den ganz rechten zugute, oder das Militär putscht wieder.

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