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13.05.2014

06:47 Uhr

Europawahl-Krach

„Frau Merkel sollte ihre Parteifreunde zurückpfeifen“

Empörung in der SPD über die Union und ihre Wahlkampftaktik: SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Martin Schulz, will von polemischer Kritik des Gegners nichts mehr wissen. Die SPD wirft der CSU Rechtspopulismus vor.

Wahlkampfstimmung kocht

CSU nennt Schulz „Schlepperbanden“-Geschäftsführer

Wahlkampfstimmung kocht: CSU nennt Schulz „Schlepperbanden“-Geschäftsführer

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BerlinDer SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Martin Schulz, hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, polemische Kritik von Unionspolitikern an ihm zu unterbinden. Diese Forderung hatte zuvor schon Parteichef Sigmar Gabriel erhoben. „Frau Merkel sollte ihre Parteifreunde endlich einmal zurückpfeifen“, sagte Schulz der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). „Immer wenn die Rechte nervös wird, versucht sie, aus Sozialdemokraten Vaterlandsverräter zu machen.“

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber hatte kritisiert, dass Schulz sich angesichts der vielen ertrunkenen Afrikaner im Mittelmeer für eine großzügigere Aufnahme von Bootsflüchtlingen ausspricht: „Die Schlepperbanden in Afrika haben damit einen Geschäftsführer bekommen.“ CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte über Schulz' Vorstellungen zur Euro-Krisenpolitik: „Die Fassade und die Person stammen aus Deutschland, aber die Stimme und die Inhalte stammen aus den Schuldenländern.“ CSU-Chef Horst Seehofer hatte Gabriels Forderung abgelehnt, seine Leute zur Räson zu bringen.

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi warf Seehofer vor, diffamierende Attacken auf den Koalitionspartner SPD zu billigen. „Wie verzweifelt muss die CSU sein, dass sie im Europawahlkampf jetzt in persönliche Beleidigungen verfällt“, sagte Fahimi der Deutschen Presse-Agentur. „Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer findet es völlig "in Ordnung", den Spitzenkandidaten der SPD zur Europawahl, Martin Schulz, als Menschenhändler und Schlepper zu beschimpfen“, kritisierte sie. Das sei ein Zeichen fehlenden Anstands. „Ich bleibe dabei: Die CSU betreibt in diesem Europawahlkampf das Geschäft der Rechtspopulisten in Deutschland“, sagte Fahimi.

Die Europawahl findet am 25. Mai statt, Schulz strebt das Amt des nächsten EU-Kommissionspräsidenten an.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

13.05.2014, 08:28 Uhr

Diese kaputte EU lernt nichts dazu. Ein EU Kommissionspräsident sollte immer aus einen kleinen.. sehr kleinen Land kommen wie Lettland z.B. Ein Deutscher,Franzose,Engländer als KMP wird immer mißtrauisch beäugt werden.

Aber wie gesagt, wer Europa will, der muss es vorher zerschlagen.

Account gelöscht!

13.05.2014, 08:30 Uhr

Europawahl-Krach„ Frau Merkel sollte ihre Parteifreunde zurückpfeifen“
Was soll diese Überschrift uns Bürger/Wähler sagen?
Hat der selbsternannte EU-Heilsbringer, Martin Schulz nicht alles getan, um Widerspruch zu erhalten?
Oder ist dies sein Verständnis von Demokratie?
Ein Martin Schulz wird immer Kritik ertragen müssen, wenn er dies nicht kann soll er einen neuen Bücherladen eröffnen, und wider an die Wand fahren.
Andere angreifen, aber selbst gegen Wind nicht vertragen, dies ist Martin Schulz

Account gelöscht!

13.05.2014, 08:50 Uhr

Diese Europawahl ist eine noch größere Farche als jede andere gelenkte und gesteuerte Wahl alle paar Jahre.
Aber scheinbar findet das die Masse der naiven Menschen ok.
Armselig geht hier alles den Bach runter.....
Ich schäme mich dafür "Mensch" zu sein. Dann lieber gleich ein Schaf.....

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